Irak größte regionale Militärmacht im Nahen Osten

13. September 2002, 08:06
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Trotz Verlust von 40 Prozent seines Potenzials nach Niederlage 1991

Washington - Der Irak ist einem US-Experten zufolge trotz großer Verluste nach dem Golfkrieg noch immer die größte Militärmacht in der Region. Obwohl das Land nach seiner Niederlage 1991 40 Prozent seines Streitkräftepotenzials verlor, bleibe der Irak eine erstrangige regionale Militärmacht, sagte Anthony Cordesman, Experte am Nahost-Institut des Zentrums für strategische und internationale Studien in Washington am Donnerstag.

Nach Cordesmans Schätzungen verfügt der irakische Machthaber über eine 424.000 Mann starke Truppe mit zusätzlich 650.000 Reservisten. Zudem besitze Bagdad 2200 Sturmpanzer, 3700 gepanzerte Fahrzeuge, 2400 Artilleriegeschütze und 316 Kampfflugzeuge. Von letzteren seien aktuell jedoch nur 50 bis 60 Prozent in einem brauchbaren Zustand.

Nach der Vertreibung der irakischen Armee aus Kuwait beschloss der UNO-Sicherheitsrat 1991 die Zerstörung von Bagdads Massenvernichtungswaffen. Die USA werfen der Regierung von Saddam Hussein vor, weiterhin Massenvernichtungswaffen zu produzieren. Die letzten UNO-Inspektoren verließen den Irak im Dezember 1998. (APA)

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