Kanadas Premier: Westliche "Arroganz" trug zu 11. September bei

12. September 2002, 21:57
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Chretien: Industrieländer "zu reich"

Montreal - Westliche "Arroganz" trug nach Ansicht des kanadischen Premierministers Jean Chretien zu den Anschlägen vom 11. September bei. Die westliche Welt werde zu reich im Vergleich zu den armen Ländern, sagte Chretien in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem kanadischen Fernsehsender CBS. Der Westen werde als "arrogant, selbstgefällig, gierig und maßlos" angesehen.

"Der 11. September war für mich die Gelegenheit, dies noch stärker zu bemerken." Er selbst habe im vergangenen Jahr Geschäftsmänner an der New Yorker Wall Street ermahnt, ihre Macht nicht gegenüber den ärmsten Ländern auszunutzen, sondern verantwortungsbewusst mit ihr umzugehen, betonte Chretien. "Wenn man so mächtig ist wie ihr, dann ist es Zeit, nett zu sein", habe er zu ihnen gesagt. (APA/AFP)

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