Putin zu Zusammenarbeit mit UNO bereit

12. September 2002, 21:28
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Russland steht einem möglichen Militärschlag der USA ablehnend gegenüber

Moskau/Paris - Russland will nach den Worten von Präsident Wladimir Putin in der Irak-Krise partnerschaftlich mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten. Wie der Pressedienst des Präsidenten am Donnerstag nach einem Telefongespräch Putins mit dem spanischen Regierungschef Jose Maria Aznar mitteilte, ist der Kreml der Ansicht, dass noch nicht alle politischen und diplomatischen Mittel zur Beilegung der Krise ausgeschöpft seien.

Die Rede zum Irak von US-Präsident George W. Bush vor der UNO-Vollversammlung wurde in der Verlautbarung nicht erwähnt. Russland lehnt einen möglichen amerikanischen Militärschlag zum Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein ab.

Robertson begrüßt Bushs Rede

NATO-Generalsekretär George Robertson begrüßte die Irak-Rede Bushs als Zeichen für Washingtons Zusammenarbeit mit den Verbündeten. Bush habe gezeigt, dass es ihm mit Konsultationen ernst sei, sagte Robertson am Donnerstag in Paris. Das Anliegen liege nun in den Händen der Vereinten Nationen. Zur Rolle der NATO erklärte Robertson, das Bündnis greife nur ein, wenn seine 19 Mitglieder dies forderten. Bei einem informellen Treffen der Verteidigungsminister in Warschau Ende September werde vermutlich auch das Thema Irak eine Rolle spielen. (APA/AP)

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