Lipizzaner in die Messehalle

12. September 2002, 19:40
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Tourismusidee für das Pratergelände - nachdem Schönbrunn nicht realisierbar ist...

Wien - Für die Neugestaltung des Messe- und Pratergeländes tauchen immer wieder Ideen auf, um es für Touristen attraktiver zu machen. Die neueste: Die Lipizzaner könnten in der bisherigen Messehalle 10 eine neue Reitarena bekommen. Überlegungen für diesen zweiten Standort in Wien (neben der Hofburg) bestätigen Landeshauptmannstellvertreter Sepp Rieder (SP) und Messedirektor Rudolf Mutz im STANDARD-Gespräch.

In Verbindung mit der wiedereröffneten Trabrennbahn in der Krieau könnten dann zwei Pferdeattraktionen angeboten werden. Rennen der schnellen Traber und Vorführungen der edlen weißen Pferde würden sich optimal ergänzen, glaubt Rieder. Touristen könnten ab dem Frühjahr 2008 auch bequem anreisen, weil bis dahin der Ausbau der U2 fertig sein wird.

Die Herbergsuche für die Hengste, die nun von der Sommerfrische auf der Alm in ihre Stallungen zurückgekehrt sind, wird im Hintergrund heftig betrieben. Wie berichtet, sollte ursprünglich in Schönbrunn ein zweiter Standort aufgebaut werden. Dieses Projekt nach Plänen von Architekt Manfred Wehdorn gilt aber nach Protesten als nicht realisierbar. Es hätte einen Neubau in der Welterbe-und Naturschutzzone im Schlosspark vorgesehen.

Kongresszentrum

Am Messegelände stehen bereits die neuen Veranstaltungshallen. Die alten - zum Teil asbestverseuchten - Bauten wurden niedergerissen. Derzeit wird beim Projekt "Messe Wien neu" um 2,2 Milliarden Euro das Fundament für das geplante Einkaufs- und Kongresszentrum, sowie die Tiefgarage betoniert. Insgesamt werden zwischen Vorgarten- und Ausstellungsstraße in der Leopoldstadt 70 000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche gebaut.

Wegen des gestiegenen Grundwasserspiegels nach dem Hochwasser in den Donaugebieten hat sich der Baufortschritt verzögert, berichtet Messechef Mutz. Das werde aber eingeholt, weil bis täglich bis 22 Uhr gearbeitet werde. Die Planer stehen unter Termindruck, weil im nächsten Jahr ein Kardiologenkongress mit mehreren tausend Teilnehmern in den neuen Hallen stattfinden wird. (Andrea Waldbrunner, DER STANDARD Printausgabe 13.9.2002)

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