Pallas Soft AG schlittert in die Insolvenz

12. September 2002, 19:15
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Beko wollte Cash-Burning nicht weiter finanzieren

Der Regensburger IT-Dienstleister Pallas Soft ist pleite. Das Unternehmen, an dem die Beko Holding AG 51 Prozent hält, habe amDonnerstag, einen Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Weiters folgten auch die Tochtergesellschaften der Pallas Soft AG, die Pallas it-solutions GmbH, Pallas informatik GmbH und Pallas e.solutions GmbH der Mutter in die Insolvenz, teilte die Beko Holding in einer Aussendung mit. "Beko war nicht mehr bereit, das Cash-Burning der Pallas Soft weiter zu finanzieren und hat sich deshalb von dem Investment zurückgezogen", so Beko-Pressesprecher Max Höfferer. Das habe für Pallas Soft das Ende bedeutet.

Enorm

Pallas Soft habe in der jüngsten Vergangenheit "enorme Umsatz- und Gewinneinbußen" verzeichnet, so dass ein weiteres Engagement der Beko-Holding nicht mehr möglich war. Deshalb habe der Vorstand beschlossen, sich zurückzuziehen, so Höfferer. "Pallas Soft hat natürlich auch unter den schlechten Rahmenbedingungen gelitten, allerdings hat man viel zu spät mit einem Kosteneinsparungsprogramm begonnen." Beko habe im Laufe des ersten Halbjahres bereits einen Großteil der Beteiligung wertberichtigt, wodurch in der Folge der Insolvenz kaum mehr neue Kosten entstehen werden. Pallas erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 3,25 Mio. Euro und musste einen Nachsteuerverlust von 1,4 Mio. Euro hinnehmen. Im Gesamtjahr 2001 betrug der Umsatz noch 11,6 Mio. Euro. (pte)

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