OMV wird gegen Kartellstrafe berufen

13. September 2002, 17:50
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Prager Wettbewerbshüter bitten sechs Mineralölfirmen mit insgesamt 300 Millionen Kronen zur Kassa

Wien/Prag - Die OMV wird gegen die von der tschechischen Kartellbehörde UOHS verhängte Strafe Berufung einlegen, bestätigte ein OMV-Sprecher am Freitagnachmittag der APA. Die Prager Wettbewerbshüter hatten gegen sechs Mineralölfirmen Strafen von insgesamt 300 Mill. Kronen verhängt. Laut tschechischen Medienberichten sind neben der OMV die Mineralölfirmen Shell, Agip, Aral, Conoco und die zum Unipetrol-Konzern gehörende Benzina betroffen.

Laut tschechischer Nachrichtenagentur CTK entfallen auf die OMV 68 Mill. Kronen (2,26 Mill. Euro), auf Shell 65 Mill. Kronen. Die Höhe der Strafen sei auf Basis der Nettoumsätze des Vorjahres bemessen worden. Die 300 Mill. Kronen seien die höchste jemals in Tschechien verhängte Kartellstrafe, die Unternehmen hätten nun zwei Wochen Zeit, dagegen zu berufen.

"Sehr überrascht"

Die OMV habe das Schreiben erhalten und sei "sehr überrascht", so der Leiter des Tankstellengeschäft der OMV Tschechien, Jiri Holovac laut CTK. Auch Shell, Conoco und Benzina hätten bestätigt, das Schreiben der UOHS erhalten zu haben, heißt es in dem Bericht weiter.

Die OMV hat in Tschechien im August um 11,6 Mill. Euro 36 Tankstellen der Marke Petra erworben und verfügt damit über 147 Standorte. Die 100-Prozent-Tochter OMV Ceska republika erzielte 2001 einen Umsatz von rund 800 Mill. Euro. (APA)

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