Kolumbianische Regierung führt erste Gespräche mit ELN-Guerilla

12. September 2002, 19:57
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Beide Seiten zeigen Wille zur friedlichen Beilegung des Konflikts

Bogota - Die konservative kolumbianische Regierung von Alvaro Uribe hat erste Gespräche mit der linksgerichteten ELN-Guerilla geführt. Auf beiden Seiten gebe es den Willen zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts, sagte Unterhändler Luis Carlos Restrepo am Donnerstag in einem Interview mit dem Rundfunksender Caracol.

Friedensgespräche könnten wie unter der Vorgängerregierung von Andres Pastrana beispielsweise in Kuba geführt werden, sagte Restrepo, der Uribe bei einem Besuch in New York begleitete. Das Nationale Befreiungsheer (ELN) hatte nach der Wahl von Uribe zum neuen Präsidenten in dem südamerikanischen Land seine Bereitschaft zum Dialog signalisiert. (APA)

Die ELN ist mit 4.000 Rebellen nach den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) die zweitgrößte Guerillagruppe im Land. Knapp drei Wochen nach der Entführung einer Touristengruppe im Norden Kolumbiens hatte die ELN am Sonntag zehn der 27 Verschleppten wieder freigelassen.
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    Comandante Pablo/ELN bei einer Pressekonferenz

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