Wahlkampfrede Kostunicas löst unter Bosniern heftige Proteste aus

12. September 2002, 19:50
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Präsidentschaftskandidat bezeichnete die Republika Srpska als "Teil der lieben Familie"

Belgrad - Eine Wahlkampfrede des jugoslawischen Präsidenten Vojislav Kostunica hat am Donnerstag zu Protesten Bosnien-Herzegowinas geführt. Die bosnische Botschaft in Belgrad warf Kostunica in einem Schreiben vor, die bestehenden Grenzen zwischen Jugoslawien (Serbien und Montenegro) und Bosnien und damit das Friedensabkommen von 1995 zu missachten.

Kostunica, Vorsitzender und Präsidentschaftskandidat der national-konservativen Demokratischen Partei Serbiens (DSS), hatte am vergangenen Wochenende gesagt, dass die bosnische Serbenrepublik für ihn "Teil der lieben Familie" und nur "vorläufig" von Serbien getrennt sei. Am 29. September findet in Serbien die Präsidentschaftswahl statt. (APA/dpa)

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