Nur ein Drittel der Frauen online

12. September 2002, 15:51
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Vor allem Pensionistinnen und Hausfrauen sind offline

Männer sind drin, Frauen nicht - so lautet das Ergebnis einer Studie zur Internetnutzung in Deutschland. Nach Auswertung des "(N)onliner Atlas 2002" ist die Hälfte der Männer (49 Prozent) im Netz, aber nur gut ein Drittel der Frauen (35 Prozent). Etwa die Hälfte der Bevölkerung geht gar nicht online, davon fast 60 Prozent Frauen, ergab die Erhebung vom Verein "Frauen geben Technik neue Impulse" gemeinsam mit der Initiative D21 und TNS Emnid, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.

Pensionistinnen und Hausfrauen

Nach der Befragung von rund 30.000 Personen über 14 Jahre zur Online-Nutzung zählen zu den größten Gruppen ohne Netzzugang 7,6 Mio. Pensionistinnen, 3,4 Mio. Hausfrauen und 3,2 Mio. weibliche Angestellte. Die Ursachen hierfür liegen nach Angaben von Frank Wagner von Emnid in der Bildung, bei den Kosten und einer viel zu geringen Alltags- und Nutzenorientierung für die einzelnen Zielgruppen, berichtet der Nachrichtendienst ddp.

Schwnakungen zwischen den Ländern

Der Online-Anteil der Frauen schwankt den Angaben zufolge auf Länderebene zwischen 41 Prozent als Spitzenwert in Schleswig-Holstein und dem Schlusslicht Saarland mit 26 Prozent. Die wenigsten weiblichen Internet-Nutzer finden sich prozentuell in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Bei den Männern schwankt der Online-Anteil bundesweit zwischen 56 Prozent in der Bundeshauptstadt Berlin und 38 Prozent im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern. Die meisten männlichen Internet-Muffel wohnen (neben Mecklenburg-Vorpommern) prozentuell in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.

SevenOne Interactive stellte gestern eine andere Studie zur Internet-Nutzung, die so genannte @facts, vor. Im Gegensatz zum Verein "Frauen geben Technik neue Impulse" präsentierte SevenOne Interactive das gleiche Ergebnis aus der Perspektive "Das Glas ist halb voll" und freute sich darüber, dass bereits jeder zweite Deutsche im Internet vertreten ist. Allerdings wurden bei der @facts-Studie keine geschlechterspezifischen Zahlen genannt.(pte)

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