Schutz digitaler Inhalte "katastrophal schlecht"

12. September 2002, 15:18
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Milliardenschäden durch Datenpiraterie in Deutschland

Technische Lösungen zum Schutz von digitalen Inhalten sind "katastrophal schlecht". Zu diesem Ergebnis kommen zwei am Donnerstag vorgestellte Gutachten im Auftrag des Deutschen Multimedia Verbands (DMMV) und des Verbands Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) in Berlin. Über Datenträger oder das Internet verbreitete Inhalte seien unzureichend vor Fälschung und unberechtigten Kopien gesichert. Laut DMMV erleidet allein die deutsche Wirtschaft durch Datenpiraterie in 2002 erneut Verluste in Milliardenhöhe. Nur gemeinsam könnten alle Marktbeteiligten mit der Politik eine befriedigende Lösung finden, hieß es.

Bestenfalls Gelegenheitstäter

Die aktuellen so genannten Digital-Right-Management-Systeme (DRM) würden bestenfalls Gelegenheitstäter abhalten. Sogar technisch ungebildete Laien könnten mit Hilfe der im Internet oft kostenlos verfügbaren Software zum Datenpiraten werden. Diese Anwendungen entstünden als "Abfallprodukt der notwendigen Erforschung von Sicherheitsmechanismen", hieß es in einem der Gutachten. Hardware-Lösungen gewährleisteten einen besseren, aber keinen perfekten Schutz. Darüber hinaus eigneten sich die Mechanismen trotz ihrer Unsicherheit zum Schutz digitaler Inhalte, den Nutzer zu überwachen.(APA/dpa)

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