Monitoring rund um die Uhr

12. September 2002, 13:28
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Der hungerstreikende mutmaßliche Fortuyn-Mörder Van der Graaf wird in seiner Zelle weiter mit der Kamera überwacht

Den Haag - Der niederländische Umweltaktivist Volkert van der Graaf (33), dem der Mord an dem Rechtspopulisten Pim Fortuyn zur Last gelegt wird, darf in Untersuchungshaft weiter rund um die Uhr mit Kameras überwacht werden. Dies hat ein Ausschuss für den Strafvollzug am Donnerstag in der Berufungsinstanz bekräftigt.

Der Verdächtige war unmittelbar nach dem Attentat am 6. Mai mit der Tatwaffe in der Tasche beim Rundfunkzentrum Hilversum festgenommen worden. Wegen angeblicher Selbstmordgefährdung waren die Kameras in der Zelle angebracht worden. Aus Protest gegen diese Überwachung befindet sich Van der Graaf seit dem 12. Juli im Hungerstreik. Er trinkt nur Obstsäfte und Tee mit Zucker.

Ein Gericht in Amsterdam hat Anfang August seine Haft um drei Monate verlängert, um der Polizei Gelegenheit zu weiteren Ermittlungen zu geben. Der Angeklagte hatte bis dahin keine Aussagen zu dem Anschlag gemacht. (APA/dpa)

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    Volkert van der Graaf

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