KirchMedia: Frist erneut verschoben

12. September 2002, 21:48
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Um einen Tag auf Freitagabend - Veränderungen bis zur letzten Sekunde

Im Bieterwettstreit um die insolvente KirchMedia ist die Frist für verbindliche Offerten nach Angaben aus Bankenkreisen erneut nach hinten verlegt worden. "Aus verfahrenstechnischen Gründen ist die Frist noch einmal um einen Tag auf Freitagabend verschoben worden", hieß es am Donnerstag in Bankenkreisen.

Weiter sei davon auszugehen, dass es bis zur letzten Sekunde noch Veränderungen in der Zusammensetzung der Konsortien geben werde. "Selbst nach dem Fristende werden da noch welche auftauchen." Auch in Kreisen der insolventen KirchMedia wurde die Verlegung bestätigt. Entscheidend sei ohnehin vor allem die Sitzung des Gläubigerausschusses am 18. September, bei der die Angebote präsentiert würden. Aber auch hier sei noch keine Entscheidung über den Zuschlag zu erwarten.

Schleppend

KirchMedia sucht seit Monaten nach einem Käufer, das Verfahren verläuft aber eher schleppend. Eigentlich hatte die neue Geschäftsführung bis Anfang September endgültige Investoren präsentieren wollen.

Nach der Abgabe unverbindlicher Angebote sind bisher ein Konsortium aus Commerzbank und dem US-Studio Columbia Tristar, der US-Milliardär Haim Saban zusammen mit der französischen Sendergruppe sowie eine Gruppe aus den KirchMedia-Altgesellschaftern Lehman Brothers, Rewe und dem saudischen Prinzen Al Waleed in die engere Auswahl gekommen. Dagegen waren die Bietergruppe um die Verlage Axel Springer und Heinrich Bauer sowie der US-Konzern Viacom aus dem weiteren Verfahren ausgeschlossen worden. Sie können aber wieder einsteigen, wenn sie ihre Angebote verbessern. (APA/Reuters)

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