Velo-Taxis in der Schweiz in Mode

12. September 2002, 11:09
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Ob Expo 2002- Besucher oder nicht - Der Velo-Taxi-Dienst ist ein Teil des städtischen Verkehrskonzepts geworden...

Bern - Eine Spazierfahrt mit maximal 30 km/h, ohne Lärm- und Umweltbelastung - eigenartige Fahrzeuge verkehren seit Mai in den Schweizer Städten Biel, Murten und Yverdon: Velo-Taxis sind bei der Expo in Mode. Die ökologischen und billigen Transportmittel kommen bei den Besuchern gut an und werden vermutlich nach der Landesausstellung weiter betrieben.

Der Bieler Velo-Taxi-Dienst wird von einer privaten Firma betrieben; er ist aber Teil des städtischen Verkehrskonzepts, das im Vorfeld der Expo erstellt worden ist. Die Städte Lausanne und Genf, Partner des Projektes, prüfen derzeit, ob sie die überdachten Dreiräder nach der Expo.02 ebenfalls einführen werden.

Die Velo-Taxler in Biel zählen schon etliche Nicht-Expo-Besucher zu ihrer Kundschaft, meinte Maurizio Carbella, der selber Fahrer ist. Vor allem ältere Menschen fänden dieses Transportmittel praktisch. Aber auch für Fahrten ins Restaurant oder in die Disco würde es benützt, so Carbella. Die Fahrt in einem Velo-Taxi kostet für eine Strecke unter fünf Kilometern weniger als in einem Auto.

Alle 20 bis 35 Kilometer muss die Batreie aufgeladen werden

Es brauche keine Muskelpakete, beruhigte Carbella allfällige Interessenten. Man müsse allerdings in die Pedale treten, um den Motor aufzuladen oder das Fahrzeug bergauf zu fahren. Alle 20 bis 35 Kilometer muss die Batterie nachgeladen werden. Ein Teil der Energie wird von Sonnenkollektoren geliefert.

Das Velo-Taxi bietet den Vorteil, dass man mit ihm sowohl auf der Straße als auch auf Fahrradwegen oder Busstreifen fahren darf. Um Chauffeur zu werden, braucht es laut Maurizio Corbella keine besondere Kondition - "nur den Willen, pedalend an sein Ziel zu kommen". (APA)

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