Intershop hält an Ergebnisprognose fest

12. September 2002, 10:35
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Trotz Kapitalmaßnahmen soll ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erzielt werden

Der Softwareanbieter Intershop hält trotz der notwendig gewordenen Kapitalmaßnahmen an seinem Ziel fest, im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ein ausgeglichenes operatives Ergebnis zu erzielen.

"Es gibt keinerlei Korrekturen"

"Es gibt keinerlei Korrekturen an dieser Stelle," sagte Finanzvorstand Jürgen Schöttler am Donnerstag. "Ich habe bei der Hauptversammlung gesagt, und dazu stehe ich, vom rein operativen Geschäft müssten wir kein neues Geld aufnehmen", fügte er hinzu. Das Problem sei allerdings, das bei der Verhandlung mit Kunden wichtig sei, wie überlebensfähig das Unternehmen sei, und dabei sei die Cash-Position entscheidend. Mit einem großen Bestand an liquiden Mitteln könne Intershop den Wettbewerbsnachteil ausgleichen.

Außerplanmäßige Abschreibungen

Durch außerplanmäßige Abschreibungen auf eine Softwareentwicklungsgesellschaft und amerikanische Aktivitäten werde das Eigenkapital der Intershop Communication AG die Hälfte des Grundkapitals unterschreiten, sagte Schöttler. Der einzuberufenen außerordentlichen Hauptversammlung solle eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis fünf zu eins vorgeschlagen werden, um das Grundkapital zunächst an das Eigenkapital anzupassen. Dieser so genannte Reverse Aktiensplitt sei die Basis, um in einem weiteren Schritt frisches Kapital aufzunehmen.

"Wir sind auf der sicheren Seite"

"Der Kurs steigt dann um das Fünffache. Damit sind wir auf der sicheren Seite, um eine Kapitalerhöhung durchzuführen", sagte Schöttler. Bei dem aktuellen Kursniveau sei dies nicht möglich. Genaue Angaben zur Höhe der Abschreibungen oder der geplanten Kapitalaufnahme wollte Schöttler noch nicht machen. Die Intershop-Aktie fiel im frühen Handel um mehr als 40 Prozent auf einen Tiefstand von 0,44 Euro.(APA/Reuters)

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