Fahren im Nebel: Licht hilft wenig

12. September 2002, 10:44
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Im dichten Nebel verlieren auch geübte und ortskundige Lenker leicht die Orientierung...

Wien - Wunderschön kann ein sonniger Spätherbsttag sein, für Autofahrer birgt er aber die Gefahr der Sichtbehinderungen durch Nebel in den Morgen- und Abendstunden.

Nicht nur entlang von Seen und Flüssen muss mit dem Auftreten der unangenehmen Dampfwolken gerechnet werden. Einzelne Nebelbänke können fast überall unvermittelt auftreten. Der wichtigste Tipp, um sicher durch die "Suppe" zu kommen lautet: Fuß weg vom Gas!

Schon bei leichter Sichteinschränkung können weiter entfernte Vorkommnisse nur erahnt werden. Zum Reagieren bleibt keine Zeit. Entfernungen können oft nicht mehr richtig eingeschätzt werden.

Im dichten Nebel verlieren auch geübte und ortskundige Lenker leicht die Orientierung. Bremspunkte und Kreuzungen tauchen plötzlich unvermittelt auf, Fehlreaktionen sind die Folge. Im schlimmsten Fall sind die Wahrnehmungen so stark eingeschränkt, dass man sich nur noch auf das Gehör verlassen kann. Bei unbeschrankten Bahnübergängen heißt das etwa: Motor und Radio aus, Fenster öffnen und hören, ob sich ein Zug nähert.

Die feuchte Luft kann sich bei Fahrten im Nebel auf beiden Seiten der Frontscheibe niederschlagen. Deshalb immer das Gebläse aufdrehen und mit den Scheibenwischern die Sicht freihalten.

Wasserfilm am Boden

Ist die Scheibe feucht, sollte besonders vorsichtig gefahren werden, denn auch "eine Etage tiefer" kann es gefährlich werden. Die Straße ist oft mit einem hauchdünnen Wasserfilm überzogen. Diese Schicht kann glatt wie Schmierseife sein, oder bei tiefen Temperaturen auch gefrieren.

Kein Fernlicht verwenden

Mit Licht den Nebel überlisten zu wollen, ist völlig falsch. Nebelscheinwerfer können zwar helfen, die "Bodensicht" zu verbessern, den Vorhang der Wassertröpfchen durchdringen sie aber nicht. Fernlicht darf nicht eingeschaltet werden, es führt zu gefährlicher Selbstblendung.

Nebelschlussleuchte sollte sparsam verwendet werden

Die Nebelschlussleuchte sollte sparsam verwendet werden. Sie darf nur bei Sichtbehinderung durch Nebel, Regen oder Schnee - Tag und Nacht - oder bei Dunkelheit auf kurvenreichen Straßen zum Einsatz kommen. Die Faustregel: Wird man selbst von Nebelscheinwerfern oder Schlussleuchten geblendet, sollte man auch die eigenen ausschalten. (APA)

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