"Sicherheitsvorfälle" an Bord von US-Passagiermaschinen

12. September 2002, 08:12
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Umleitungen und möglicherweise habe es an Bord einen Entführungsversuch gegeben...

Houston - Eine Passagiermaschine der American Airlines hat der Fluggesellschaft zufolge ihren Flug wegen eines "Sicherheitsvorfalls" kurz nach dem Start abgebrochen und ist nach Houston im US-Bundesstaat Texas zurückgekehrt. Kurz zuvor war wegen eines weiteren Zwischenfalls ein Passagierflugzeug nach Fort Smith in Arkansas umgeleitet worden.

Ein Sprecher der US-Bundespolizei FBI sagte einem Fernsehsender in Houston, möglicherweise habe es an Bord einen Entführungsversuch gegeben. "Offenbar gab es eine versuchte Entführung, aber ich kann das nicht bestätigen", sagte der Sprecher. Medienberichten zufolge haben Passagiere der Maschine berichtet, an Bord seien zwei Männer gewesen, die offenbar eine Waffe gehabt hätten, bei der es sich möglicherweise um ein Klappmesser gehandelt habe. Die Männer befänden sich in Polizeigewahrsam.

Der Sprecher der Fluggesellschaft teilte mit, an Bord der Maschine seien zwei Sicherheitskräfte, vier Besatzungsmitglieder und 50 Passagiere gewesen.

Zuvor war ein Passagierflugzeug der US-Fluggesellschaft Northwest Airlines wegen sich verdächtig verhaltender Passagiere umgeleitet worden. Nach Angaben der Fluggesellschaft befand sich der Airbus A320 auf dem Weg von Memphis nach Las Vegas, als sich drei Männer in einer Toilette einschlossen. Das Flugzeug sei daraufhin nach Fort Smith in Arkansas umgeleitet worden.

Die Maschine wurden von Polizei und Feuerwehr umstellt, und während Passagiere und Besatzungsmitglieder ausstiegen, nahmen Experten Verhandlungen mit den drei Männern auf. Ein Sprecher von Gouverneur Mike Huckabee sagte, die drei schienen nahöstlicher Abstammung zu sein. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.

Wegen des Jahrestages der Anschläge vom 11. September waren die Sicherheitsvorkehrungen in den USA aus Frucht vor neuen Attentaten am Mittwoch verschärft worden. (APA)

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