Kubanische Presse kritisiert US-Regierung

11. September 2002, 22:56
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"Tragische Tatsachen als Vorwand für Kriegsideologie genutzt"

Havanna - Zum ersten Jahrestag der Anschläge vom 11. September sind die USA in der kubanischen Presse scharf kritisiert worden. Die Regierung von US-Präsident George W. Bush habe die "tragischen Tatsachen" von New York und Washington als Vorwand benutzt, um eine "Kriegsideologie" zu beschleunigen und eine "Weltmacht unter amerikanischer Führung und Vorherrschaft" zu errichten, hieß es am Mittwoch in der kubanischen Parteizeitung "Granma". Wäre der 11. September nicht passiert, hätten ihn Bush und sein "militärisch-industrieller Komplex" erfunden.

Die kubanische Zeitung "Juventud Rebelde" äußerte sich etwas zurückhaltender: Durch die "Tragödie" der Anschläge sei die politische Rechte der USA stärker geworden und auch die Rüstungsindustrie angewachsen. Die USA haben vor mehr als 40 Jahren ein Embargo gegen die Karibikinsel verhängt. (APA)

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Granma

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