"Offen gesagt" will der ORF "rasant"er werden

11. September 2002, 20:56
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Nur drei "ZiB"-Gesichter: Broukal, Spera, Gehrer - Ringen um Champions League

"Kurz gehalten" fühlten sich Mittwoch Stiftungsräte im ORF-Programmausschuss. Wenig wollte ihnen die Anstaltsleitung zur Programmreform ab 14. Oktober verraten. Am 8. wird sie der Werbewirtschaft präsentiert, tags zuvor den Aufsichtsräten. So manches Detail sickert freilich langsam durch.

Drei Gesichter soll die "ZiB 1" künftig nur noch haben. Die Doppelmoderation, in Europa inzwischen völlig unüblich, endet wie berichtet; Hannelore Veit soll untertags zum Einsatz kommen. Um 19.30 Uhr auf den Schirm sollen nach STANDARD-Informationen nur noch Josef Broukal oder Danielle Spera oder Ministerinnensohn Stefan Gehrer, bisher für die Newsflashes für Junge am Vorabend vorgesehen.

Jung, flashig, weiblich

Für diese Kurznachrichten sind zwei Moderatorinnen - Susanne Höggerl (bisher Studio Wien) und Christiane Wassertheurer (bisher TW1) - fix; ein Mann dazu ist gefunden, wird aber noch nicht verraten. Nach einer Frau fahndet man indes noch für das neue Boulevardmagazin um 18.30 Uhr, die sich mit Christoph Feurstein abwechselt. Zielgruppe: Jugend; Beiträge von Promis bis Technik.

Moderatorenrunde "Offen gesagt"

Auch nicht endgültig fixiert ist die Moderatorenrunde für "Offen gesagt", das am 13. Oktober als erste neue Sendung on air gehen soll und "Betrifft" ablöst. Man überlegt dem Vernehmen nach für das Diskussionsformat, aus einer Location in Wien außerhalb des ORF-Zentrums und gelegentlich aus einem Bundesland zu senden. Als Fixstarter in der Moderatorenriege gilt Armin Wolf. Die "Pressestunde" bleibt vorerst unverändert.

Sportchef moderiert Wahlkonfrontation

Schon seit Monaten fixiert ist mit Sportchef Elmar Oberhauser der Moderator für die Wahlkonfrontationen (DER STANDARD berichtete). Geplant sind derzeit TV-Duelle der Parteichefs nach dem Prinzip "Jeder gegen jeden" sowie danach größere Runden.

Oberhausers "Sport am Sonntag" wird umgetauft in "Rasant". Stiftungsräte regten an, es wie weiland "Sport am Montag" einen Tag später zu spielen. Doch nicht mehr ganz fix ist der völlige Abschied von der Champions League aus Spargründen. "Donnerstagnacht" wiederum soll der Nachfolger der "Kunst-Stücke" heißen und etwa ein Magazinformat sowie Kaufserien enthalten. (Harald Fidler/DER STANDARD, Printausgabe, 12.9.2002)

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