Ein Land mit besonders schlechten Zähnen

12. September 2002, 09:03
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Zwei Drittel der Kärntner Kinder haben Karies

Klagenfurt - In einem Pilotprojekt untersuchten Kärntner Zahnärzte sämtliche Kindergartenkinder des Bezirks Völkermarkt. Das erschreckende Ergebnis: Zwei Drittel der Kinder zwischen drei und sechs Jahren leiden an Zahnerkrankungen. Laut WHO sollten 80 Prozent der Kinder im Alter von sechs Jahren Karies freie Zähne haben.

Man habe seit längerem vermutet, dass in Kärnten Karies und Zahnfehlstellungen überdurchschnittlich vertreten seien, sagte der Kurien-obmann der Kärntner Zahnärzte Karl Anton Rezac. Mit dem Pilotprojekt "Kärngesund-Prophylaxe Völkermarkt" gebe es nun aber erstmals aussagekräftiges Datenmaterial, welches diese Vermutung belege. Besonders schlimm sei, "dass es viele Kinder gibt, bei denen alle 20 Milchzähne erkrankt sind".

Im heurigen Jahr soll das Vorsorgeprojekt auch im Bezirk Spittal/Drau durchgeführt werden. "Wenn das gut läuft, dann, so hoffen wir, werden wir die Vorsorgeaktion mittelfristig auf ganz Kärnten ausdehnen können", erklärte Rezac. Kindergartenreferent Gerhard Dörfler (FP) will Kärnten bei der Zahngesundheit von seiner sehr schlechten Position weg und hin an die Spitze bringen. (DER STANDARD, Printausgabe, 12.9.2002)

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