Der Salzgehalt im Wattenmeer sinkt

14. September 2002, 20:19
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In den vergangenen 140 Jahren hat sich der Süßwasser-Anteil wegen menschlicher Eingriffe verdoppelt - ausnahmsweise keine direkten Folgeschäden

't Horntje - Das Wasser im Wattenmeer wird immer süßer. In den vergangenen 140 Jahren habe sich der Süßwasser-Anteil verdoppelt, berichtete das niederländische Institut für Meeresforschung in 't Horntje auf der niederländischen Insel Texel am Mittwoch. Zudem werde immer mehr Nitrat und Phosphat ins Wattenmeer geschwemmt. Ursache des Eintrags sei das menschliche Eingreifen in Flussläufe wie den der Waal, des Niederrheins und der Ijssel.

Der niedrigere Salzgehalt verändere die Zusammensetzung der im Wattenmeer vorkommenden Arten kaum, da diese wechselnden Salzgehalten gegenüber sehr tolerant seien, berichtete das Institut weiter. Der Salzgehalt variiere saisonabhängig ohnehin stark. Wesentlich größeren Einfluss habe der erhöhte Nährstoffeintrag. Arten mit Vorliebe für höhere Nährstoffkonzentrationen seien im Wattenmeer immer häufiger anzutreffen, zudem nehme die Algenblüte zu. (APA/dpa)

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