Australien entscheidet sich gegen UMTS

11. September 2002, 16:37
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Telstra prüft bereits amerikanischen CDMA 2000-Standard

Die größte australische Telefongesellschaft Telstra plant die Einführung des US-amerikanischen Mobilfunkstandards CDMA 2000. Wie David Thodey, Mobilfunkchef des Unternehmens, auf einer Analystenkonferenz in Hong Kong bekanntgab, habe Telstra bereits mit der Prüfung des Standards der dritten Generation begonnen.

Begrabene Hoffnungen

Telstra begräbt damit vorerst die Hoffnungen der Europäer auf einen australischen Zukunftsmarkt für die UMTS-Technologie. Bisher hatten vor allem Siemens und Nokia auf ein Netz nach deutschem Vorbild gehofft, berichtet der Nachrichtendienst ddp. Als Grund für die Entscheidung nannte Thodey zum einen die Kostenvorteile, die CDMA 2000 in den USA gezeigt hätte, zum anderen seien für ihn - aufgrund der ähnlichen Topologie zu Australien - die Erfahrungen mit dem Standard in China von Bedeutung.

Installiert

CDMA 2000 ist in den USA bereits als flächendeckendes Mobilfunknetz der dritten Generation installiert. Es arbeitet auf den bestehenden Frequenzen der zweiten Generation und kommt daher mit geringeren Investitionen aus. In der gegenwärtigen Form ist das Netz jedoch wesentlich langsamer als der geplante UMTS-Mobilfunk in Europa. Erst die Umstellung auf WCDMA, die in einigen Jahren erfolgen soll, wird voraussichtlich Übertragungsraten von bis zu fünf Megabit pro Sekunde ermöglichen. UMTS soll Werte bis zu zwei Megabit erreichen können. (pte)

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    foto: apap/william west
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