US-Einmarsch in ostafghanischer Stadt Khost

11. September 2002, 16:22
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Weitere Angriffe sollen verhindert werden

Islamabad - Nach den Kämpfen im Osten Afghanistans und Raketenangriffen auf zwei US-Stützpunkte sind US-Truppen in Khost einmarschiert. Ein Konvoi mit 25 Fahrzeugen traf am Mittwoch unter dem Schutz von Hubschraubern und Kampfflugzeugen in Khost, der Haupstadt der gleichnamigen Provinz, ein. Das berichtete die in Pakistan ansässige afghanische Nachrichtenagentur AIP.

Der Einmarsch kam einen Tag nach der Niederlage des Milizenführers Pascha Khan Sadran. Er hatte Khost angegriffen, um den von Präsident Hamid Karsai ernannten Gouverneur Mohammed Hakim Taniwal zu vertreiben. Sadrans Truppen waren am Dienstag zurückgeschlagen worden. Beobachter meinten, die US-Präsenz solle weitere Angriffe verhindern. In Khost und den Nachbarprovinzen werden noch Reste der Taliban und des Terrornetzwerks El Kaida vermutet.

Mutmaßliche Taliban- oder El-Kaida-Kämpfer feuerten am Mittwoch Raketen auf den Flughafen von Khost ab, wo US-Soldaten stationiert sind. Die Raketen gingen auf freiem Feld nieder. Khost war schon mehrfach Ziel gescheiterter Raketenangriffe.

Auch in Gardes in der Nachbarprovinz Paktia schlugen Raketen nahe einem US-Stützpunkt ein, ohne Schaden anzurichten. In Jalalabad traf eine Rakete ein Haus, das 400 Meter von einer Kaserne der afghanischen Armee entfernt liegt. (APA/dpa)

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