Jubel in der burgenländischen Frauenpolitik

11. September 2002, 20:39
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EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL finanziert zwei Frauenprojekte mit knapp 3,8 Millionen Euro

Eisenstadt - Im Burgenland werden erstmals zwei Frauenprojekte im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL gefördert. Insgesamt stehen knapp 3,8 Millionen Euro zur Verfügung. Damit werde es einen Quantensprung in der Frauenpolitik und Frauenförderung im Burgenland geben, meinte LR Verena Dunst (S), die sich für diese Initiative stark gemacht hat, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landesamtsdirektor Hofrat Robert Tauber am Mittwoch in Eisenstadt. Ziele der bis Mai 2005 laufenden Projekte sind die Stärkung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt sowie der Abbau geschlechtsspezifischer Diskriminierungen.

An einem Strang ziehen

Dunst sprach von einem großen finanziellen Erfolg, da die Förderung ohne einen Euro Kofinanzierung durch das Land erfolgt. Sie betonte ebenfalls, dass erstmals alle entscheidenden Institutionen und Akteure - Land, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, AMS, WIFI, bfi und eine Reihe von NGOs - in der Frage der Frauenförderung und auf der Basis von so genannten "Entwicklungspartnerschaften" an einem Strang ziehen.

Die Entwicklungspartnerschaft "Gender Mainstreaming und Frauenförderung im Burgenland" ist als landesweites Projekt angelegt. Angepeilt wird der Abbau der geschlechtsspezifischen Absonderung auf dem Arbeitsmarkt. Dabei soll es auch zur Schaffung eines Kompetenzzentrums für Frauenförderung und Gender Mainstreaming kommen. Als transnationale Partner wurden Schweden und Italien gewonnen.

Mit dem Computer zu den Frauen nach Hause

Die zweite Entwicklungspartnerschaft ("Frauen und neue Informations- und Kommunikationstechnologien") wird in den Bezirken Güssing und Jennersdorf umgesetzt, die die schlechtesten Arbeitsmarktdaten für Frauen aufzuweisen haben. Dabei sollen Strategien entwickelt werden, die es Frauen ermöglichen, Zugang zu neuen Technologien zu bekommen. "Wir kommen mit dem Computer zu den Frauen", so Dunst. In enger Kooperation mit der Wirtschaft sollen in den strukturschwachen Regionen des Südburgenlandes weiters qualifizierte Frauenarbeitsplätze für dezentrales Arbeiten installiert werden. Für diesen Bereich wurden transnationale Partnerschaften mit Deutschland und Italien vereinbart. (APA)

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    Gezielte Förderung soll Frauen wieder fit für den Arbeitsmarkt machen
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