"ein klang 2002"

11. September 2002, 14:18
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7. Komponistenforum und Symposium "Webern_21" in Mittersill

Salzburg - Zum siebenten Mal wird das Komponistenforum "ein klang" heuer in Mittersill im Salzburger Pinzgau stattfinden. Von 12. bis 21. September 2002 treffen sich Komponisten aus verschiedenen Ländern Europas, um in jener Gemeinde Musik zu schaffen, in der Anton Webern im Jahr 1945 erschossen worden ist.

Parallel dazu haben die Veranstalter heuer erstmals ein Symposium organisiert, in dem 18 Musikwissenschafter aus aller Welt die Bedeutung Anton Weberns für die zeitgenössische Komposition beleuchten sollen.

"Musik und Wissen"

Wie schon in den vergangenen sechs Jahren versteht sich "ein klang" als Arbeitsforum für Komponisten, die zehn Tage lang in der abgeschiedenen Atmosphäre der Salzburger Gebirgsgemeinde arbeiten wollen. Das geistige Motto, das - wenn möglich - in die Arbeiten der heuer eingeladenen fünf Komponisten einfließen soll, heißt: "Musik und Wissen". Zu hören sein werden die Ergebnisse des Komponistenforums beim traditionellen Schlusskonzert in der Mittersiller St.-Anna-Kirche am Samstag, dem 21. September 2002.

Eröffnet wird das diesjährige Komponistenforum mit einem Abend des mittlerweile 95-jährigen Musikexperten Kurt Pahlen, der über seine Begegnungen mit Komponisten wie Richard Strauss oder Cäsar Bresgen berichten wird. Der Gert-Jonke-Film "Geblendeter Augenblick. Anton Weberns Tod in Mittersill", Podiumsdiskussionen, frei zugängliche Komponistenwerkstätten und simple Komponisten-Partys erweitern das kulturelle Angebot, sollen Einblick in das zeitgenössische Musikschaffen bieten und helfen, die Kluft zwischen Komponisten und dem (lokalen) Publikum zu verringern.

"Webern_21"

Neu ist heuer, dass sich neben den kreativ schaffenden Künstlern auch 18 Musikwissenschafter aus aller Herrn Länder in Mittersill treffen werden. Unter dem Titel: "Webern_21" wird von 15. bis 17. September ein Internationales Symposium abgehalten. Ziel dieses Treffens ist es, die Bedeutung Anton Weberns für das zeitgenössische Musikschaffen zu erörtern und zu dokumentieren. Sämtliche Veranstaltungen des Komponistenforums sind frei zugänglich, dennoch kostet die Gesamtveranstaltung nur rund 40.000 Euro. Mitorganisator Wolfgang Seierl sagte, das sei deshalb möglich, weil die Referenten von ihren Universitäten geschickt und nicht bezahlt werden müssten. (APA)

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