FPÖ stürzt auf 16 Prozent ab

13. September 2002, 10:27
141 Postings

Rot-grün laut OGM beliebter als Neuauflage von Schwarz-blau - SPÖ bleibt gleich, ÖVP legt deutlich zu

Wien - Die FPÖ ist nach den jüngsten heftigen Turbulenzen in der Wählergunst stark gesunken: eine für das Nachrichtenmagazin "Format" von OGM durchgeführte Umfrage sieht die freiheitliche Partei derzeit bei 16 Prozent. Bei der Nationalratswahl 1999 errang die FPÖ 26,9 Prozent der Stimmen. Die SPÖ bleibt laut OGM-Umfrage mit 36 Prozent deutlich Stimmenstärkster, die ÖVP kann deutlich zulegen und käme derzeit auf 31 Prozent. Gut schneiden auch die Grünen ab. Sie liegen bei 14 Prozent.

63 Prozent halten Neuwahlen für eine gute Entscheidung. Die Befragten schätzen vor allem die Ausgangsposition der SPÖ als besonders gut (42 Prozent), für die Freiheitlichen wird die Ausgangsposition auffallend schlecht eingeschätzt (sieben Prozent). Auch bei der Frage, welche Regierungskoalition sich die Österreicher wünschen, werden jene Optionen, die eine Beteiligung der Freiheitlichen vorsehen, mehrheitlich abgelehnt.

Während sich 33 Prozent für eine rot-schwarze Koalition aussprechen, befürworten nur 18 Prozent eine Neuauflage von Schwarz-blau. Eine rot-grüne Koalition ist bei den Befragten mit einer Zustimmung von 19 Prozent eine Spur beliebter. Nur fünf Prozent wünschen sich eine Zusammenarbeit von SPÖ und FPÖ.

Bei der Frage nach dem Grund für den Machtkampf zwischen Neo-Parteichef Jörg Haider und Ex-Parteichefin Susanne Riess-Passer tippen 53 Prozent auf persönliche Interessen. Dass es um Inhalte ging, glaubt nur ein Viertel. (APA)

  • Artikelbild
    montage: derstandard.at
Share if you care.