"A9 forum transeuropa"

12. September 2002, 13:33
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Bundesländer-Plattform im MQ präsentiert

Wien - Im Rahmen der Eröffnung des Quartier 21 nimmt am Freitag auch die Bundesländer-Plattform im Museumsquartier (MQ) ihren Betrieb auf. "A9 forum transeuropa" nennt sich die Galerie, die Kunst aus den Bundesländern von der Peripherie in das "Zentrum eines Kunstorkans" holt, so zumindest Kunststaatssekretär Franz Morak (V) bei der Pressepräsentation am Mittwoch. Den Auftakt macht ein niederösterreichisches Sonderprojekt, eine fünfmonatige Ausstellungsreihe über Kunst im öffentlichen Raum in Niederösterreich und Europa.

Das A9 forum transeuropa liegt als "Herzstück des Quartier 21" (Waldner) in der zwischen dem MQ-Haupteingang und der Mariahilferstraße verlaufenden Themenstraße "Transeuropa", der Eingang befindet sich gegenüber dem Kunsthistorischen Museum. Mit 140 Quadratmetern steht nicht viel Platz zur Verfügung, es können aber für raumgreifendere Projekte Flächen angemietet werden, etwa die angrenzende "ErsteBank Arena" oder der markthallenähnliche "Freiraum".

Der Impuls für diese Plattform kam aus dem Kunststaatssekretariat ebenso wie von Kulturabteilungen der Bundesländer. "Ein eigener Raum für jedes Bundesland hätte nicht ins Konzept gepasst und wäre auch überholt gewesen", erläuterte Museumsquartier-Chef Wolfgang Waldner.

Vertreten sind allerdings, zumindest vorerst, nur sechs Bundesländer: Nieder- und Oberösterreich, Salzburg, die Steiermark, Tirol mit Südtirol und Vorarlberg. Dem Burgenland dürfte alles zu teuer gewesen zu sein, in Kärnten stieß das Interesse des früheren Kulturamtsleiters Franz Arnold offenbar nicht auf die Zustimmung der Landesregierung. Das Gesamtbudget für die beiden ersten Jahre beträgt 261.622 Euro, die sich Bund und Länder zur Hälfte aufteilen. Trägerorganisation ist der Verein dasKulturmanagement.

Koordinator ist der frühere Leiter der Kunsthalle Krems, Wolfgang Denk. Er hat das Raum- und Bespielungskonzept für die beiden ersten Jahre erstellt und kuratiert im Dialog mit Institutionen in den Bundesländern die einzelnen Projekte. Übergreifendes Thema ist das Spannungsfeld von Regionen und Metropolen, von Land und urbanen Zentren, wobei nicht nur im geografischen Sinn Grenzüberschreitung und Vernetzung einen Schwerpunkt bilden sollen.

Niederösterreich liefert mit der Schau "public art transeuropa" eine Art Pilot - und Impulsprojekt vor dem eigentlichen Start der Länderprojekte Ende Jänner 2003. In sechs Teilen, die jeweils zwei bis drei Wochen zu sehen sind, werden einerseits und als Auftakt (bis 29.9.) Arbeiten aus Niederösterreich und andererseits ausgewählte europäische Konzepte für Kunst im öffentlichen Raum vorgestellt. Der Eintritt zum A9 forum transeuropa ist frei. (APA)

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