Stromrechnung wurde niedriger

11. September 2002, 19:28
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Rückläufiger Trend seit 1996

Wien - Die österreichischen Haushalte zahlen für ihre Stromrechnung weniger. Die völlige Strommarktliberalisierung per 1. Oktober 2001 brachte einen neuerlichen Schub nach unten. Bereits seit dem Jahr 1996 zeigt sich ein rückläufiger Trend, der aber durch die Verdoppelung der Energieabgabe im Juni 2000 gebrochen wurde und einen deutlichen Sprung nach oben brachte. Seither sinken die Strompreise aber wieder.

Inflationsbereinigt zahlte ein österreichischer Haushalt im Durchschnitt im Juni 2002 um 15 Prozent weniger als 1991, geht aus einer Analyse der Energieverwertungsagentur (E.V.A.) hervor.

Nominell lagen Stromkosten per Jahresmitte 2002 zwar um elf Prozent über dem Niveau von 1991, gleichzeitig sind aber die Verbraucherpreise in diesem Zeitraum um 28 Prozent gestiegen. Für Strom war die Teuerung für die österreichischen Haushalte in den vergangenen zehn Jahren also deutlich geringer als für den restlichen Warenkorb.

Talsohle erreicht

Bei den reinen Strompreisen dürfte die Talsohle mittlerweile aber erreicht sein, erwarten Experten. Dies dürfte sich jedoch vor allem auf die Großkunden auswirken. Haushaltskunden werden nach Einschätzung von Stromregulator Walter Boltz davon nicht betroffen sein. Mittelfristig werde es für Private zu weiteren Entlastungen bei den Netztarifen kommen.

Die nächste Runde bei den Anpassungen werde 2004 starten und soll innerhalb von zwei Jahren durchschnittlich eine Reduktion um 15 Prozent bringen, so Boltz. (APA)

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