Briefe an 10.000 Salzburger Haushalte

11. September 2002, 13:37
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World Economic Forum-Gründer Schwab dankt für Gastfreundschaft in der Mozartstadt

Salzburg - Kaum ein Salzburger, der von den Sicherheitsmaßnahmen rund um den Europäischen Wirtschaftsgipfels des World Economic Forum (WEF) nicht betroffen ist: Verbotszonen, Sperren, Ausweiskontrollen, geschlossene Schulen und umgeleitete Buslinien. Angesichts der Einschränkungen für die Bevölkerung geht das WEF nun in die Offensive, informiert über die Veranstaltung und dankt den Salzburgern für die Gastfreundschaft. 10.000 Haushalte erhielten heute, Mittwoch, einen von WEF-Gründer Klaus Schwab unterzeichneten Brief.

"Es liegt uns sehr am Herzen, Ihnen mitzuteilen, dass wir freie Meinungsäußerung als ein demokratisches Recht verstehen. In diesem Sinne begrüßen wird jegliche Form der Meinungsäußerung, solange sie gewaltlos ist", schreibt Schwab in der "Persönlichen Mitteilung an Bürgerinnen und Bürger Salzburgs". Unterschiedliche Meinungen werde es auch in Zukunft überall auf der Welt geben. Doch das WEF sei überzeugt, dass nur der gewaltlose Weg der richtige sein könne, heißt es in dem Brief.

Die massiven Sicherheitsvorkehrungen rund um den Gipfel sollen Störaktionen von Gegnern des WEF in Salzburg verhindern. Schwab dankt deshalb der Bevölkerung für die Gastfreundschaft. Die Salzburger hätten dem Gipfel eine persönliche Note verliehen.

Aber nicht nur mit den Briefen will das WEF um Verständnis unter der Bevölkerung werben und über seine Ziele informieren. Mitarbeiter des WEF werden in der Salzburger Fußgängerzone am Wochenende Informationsbroschüren an die Passanten verteilen. Außerdem werden erneut Tagespässe für interessierte Salzburger für die Veranstaltung im Kongresshaus aufgelegt, kündigte Valerie Weinzierl von der Pressestelle des WEF an.(APA)

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