WEF: Auch heuer wieder Streitgespräch mit Globalisierungskritikern

15. September 2002, 17:37
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Programm für den Alternativgipfel vorgestellt

Salzburg - Zum zweiten Mal werden heuer im Rahmen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Salzburg Vertreter des WEF und der Globalisierungskritiker ATTAC zu einem Streitgespräch zusammenkommen. Thema der öffentlichen Konfrontation, die am 16. September um 19.30 Uhr in Salzburg stattfindet, ist heuer "Krankheiten: Ursache Armut - Wer trägt die Verantwortung für die Gesundheitsversorgung?" ATTAC, Wirtschaftsbund und Arbeiterkammer präsentierten am Mittwoch das Programm ihrer Gegenveranstaltung zum WEF.

Was alle rund 40 Mitveranstalter des "Alternativgipfels zum WEF 2002" verbinde, so Organisator Robert Müllner, sei, dass sie alle zu den Verlierern der Globalisierung gehören würden. Das gelte für den Wirtschaftsbund, der die Klein- und Mittelbetriebe vertritt, die AK, "die die verschärften Arbeitssituationen ausbaden muss", und ATTAC als Vertreter der Zivilpersonen gleichsam.

Christian Felber, Sprecher von ATTAC Österreich, betonte, dass seine Organisation zwar die Globalisierung in ihrer jetztigen Form kritisiere, weil sie nur einer kleinen Minderheit von Konzernen und Personen nütze. In vielen Bereich sei aber eine Globalisierung wünschenswert, etwa im Umweltschutz, bei den Menschen- und Arbeitnehmerrechten oder bei der Steuergerechtigkeit.

AK-Präsident Alexander Böhm bedauerte, das beim Konfrontationsgespräch am Montag seitens des WEF keine Fernsehkameras zugelassen werden. "Die Vertreter des WEF haben wieder die Windelhose angezogen", so Böhm. Die AK werde deshalb das Gespräch, an dem seitens der Globalisierungskritiker Uexküll und Sabine Kamplmüller ("Ärzte ohne Grenzen") teilnehmen werden, im Internet übertragen (www.ak-sbg.at).

Die Debatte beginnt am 16. September um 19.30 Uhr im Brunauer-Zentrum (Elisabethstraße 45a) in Salzburg. Die Wirtschaftsbund-Veranstaltung am Freitag beginnt um 17.00 Uhr im Großen Saal des WIFI (Julius-Raab-Platz 2). Der eigentliche Alternativgipfel findet am Samstag, 14. September, von 10 bis 18.30 Uhr ebenfalls im Brunauerzentrum statt. Neben zahlreichen Referenten und Diskussionen werden auch die einzelnen Mitveranstalter (unter anderem, Greenpeace, EZA, Österreichische Hochschülerschaft, Österreichische Bergbauernvereinigung, die Grünen, der ÖGB und die Katholische Aktion) ihre jeweiligen Standpunkte zur Globalisierung zeigen. (APA)

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