IT-Krise und exponet-Konkurrenz drücken auf ifabo-Ausstellerzahl

11. September 2002, 12:29
1 Posting

220 Aussteller - IBM und Siemens nicht dabei - 30.000 Fachbesucher erwartet - Microsoft und HP haben größten Stand

Die Wiener IT-Fachmesse ifabo, die am 17. September für vier Tage ihre Tore öffnet, muss sich unter der neuen Führung der Reed Messe, die die ifabo als reine Fachbesuchermesse für Klein- und Mittelunternehmen positioniert hat, erst beweisen. Die Messe ist heuer von der IT-Krise nicht verschont geblieben und leidet unter einem Ausstellerschwund. Außerdem muss sich die ifabo gegen die Konkurrenz der etablierten Wiener IT-Messe exponet behaupten, die alljährlich im Februar im Austria Center Vienna stattfindet.

Aussteller-Rückgang

Nach 289 Ausstellern im Vorjahr rechnet die ifabo heuer nur mit 220 Ausstellern. Zwar sind der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft und der nach der Fusion mit Compaq größte Hardwareproduzent Hewlett-Packard (HP) im Unterschied zum Vorjahr heuer dabei, doch hat der Computerriese IBM abgesagt. Auch der Elektro- und Telekomkonzern Siemens verzichtet wie bereits im Vorjahr auf eine Teilnahme.

"Ohne Konzept, Team und Budget"

Reed Messe hatte die ifabo im Jänner 2001 "ohne Konzept, Team und Budget" übernommen, wie Reed Messe Wien-Geschäftsführer Matthias Limbeck damals betonte. Der neue Betreiber sah sich gezwungen, ein neues Konzept für die heruntergewirtschaftete ifabo zu entwickeln und positionierte die Messe als reine Veranstaltung für Fachbesucher. Für die nächsten Jahre wird eine Vorverlegung der Messe ins erste Halbjahr und eine Zusammenlegung mit der exponet geprüft. Für Privatbesucher plant der Veranstalter ab 2004 eine eigene Messe, die dann in dem bis dahin fertig gestellten neuen Messezentrum stattfinden soll.

30.000 Besucher werden erwartet

Zur heurigen ifabo erwartet die Reed Messe rund 30.000 Besucher. 2001 besuchten 31.400 Interessierte die Messe. Als diesjährige Besucherzielgruppe werden auf der ifabo-Homepage "Geschäftsführer, EDV-Leiter und Mitarbeiter, Einkäufer und Office-Manager, Decisionmaker aus Vertrieb, Marketing und Finanzen, Internet Projektleiter, Datenbankentwickler, Spezialisten für Informations- und Kommunikationstechnologien, IT-User aus Unternehmen und Business Opinion Leaders" genannt. Über die Aussteller wurden 100.000 Gratiskarten verteilt. Darüber hinaus hat die Ifabo 160.000 Unternehmen direkt eingeladen.

Microsoft und HP

Locken soll die Besucher unter anderen der Gemeinschaftsstand von Microsoft und HP, mit 623 Quadratmetern der größte Stand auf der Messe. HP will auf der Messe erstmals seinen neuen Tablet-PC präsentieren, einen flachen, tragbaren Bildschirm mit integriertem Rechner, der mit einem Stift bedient werden kann. In einem eigenen Microsoft-Kino werden außerdem Trainingsprogramme für "Windows XP" und "Office XP" abgehalten.

Telekom Austria knapp dahinter

Zweitgrößter Aussteller ist die Telekom Austria (TA) mit einem 520 Quadratmeter großen Stand. Der Ex-Monopolist tritt erstmals als integriertes Festnetz-Unternehmen ohne die bereits aufgelösten Töchter Datakom, Jet2Web-Internet und Jet2Web Networks auf und wird u.a. einen Feldversuch mit Fernsehen via Internet sowie ein SMS-Service via Festnetz präsentieren. Von den Mobilfunkbetreibern sind auf der ifabo die Mobilkom Austria und One vertreten.

Karten auch online bestellbar

Die ifabo findet vom 17. bis 20. September im Wiener Messegelände statt. Die Messe hat täglich von 9 bis 18 Uhr ihre Tore geöffnet. Eintrittskarten können erstmals auch online (http://www.ifabo.at) bestellt werden. Eine Tageskarte kostet 18 Euro, eine ermäßigte Tageskarte (bei Vorbestellung via Internet) 11 Euro, eine so genannte "Quick entrance" 7 Euro.)(APA)

Link

ifabo

  • Artikelbild
    foto: reed messe
Share if you care.