Plattform "Abflug" spricht von "Absage ohne Einsicht"

11. September 2002, 11:57
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Obersteirische Bürgerinitiative: "Druck aus Bevölkerung und Parteien hat Entscheidung erzwungen"

Graz - "Die Entscheidung der Bundesregierung den Ankauf neuer Abfangjäger aufzuschieben, bestätigt einmal mehr, dass der Widerstand gegen dieses Unsinnsprojekt richtig und wichtig war", so der Sprecher der obersteirischen Anti-Abfangjäger-Plattform "Abflug", Samuel Stuhlpfarrer. Er bezog sich damit auf die Ankündigung Bundeskanzler Wolfgang Schüssels (V), den Kaufvertrag mit dem Eurofighter-Herstellerkonsortium EADS in dieser Legislaturperiode nicht zu unterschreiben. Auch wenn man darüber sehr froh sei, müsse festgehalten werden, dass die Regierung nicht etwa vernünftiger geworden sei, sondern dass der Druck aus der Bevölkerung, den Initiativen und politischen Parteien diese Entscheidung erzwungen habe, so Stuhlpfarrer.

Stuhlpfarrer meinte, das heiße für die Plattform, dass der Widerstand weitergehen müsse. Schüssel habe keineswegs gesagt, dass er den Kauf generell ablehne. Es werde sich weisen, wie die Parteien nach der Wahl zu dieser Frage stünden, meinte der "Abflug"-Sprecher in einer Aussendung. Das werde auch zur Nagelprobe für eine mögliche rot-grüne Koalition werden.

Seitens der Plattform werde man die Abfangjägerfrage auf jeden Fall auch weiterhin thematisieren: "Wir werden dabei wie bisher keine Rücksicht auf Parteien und Wahltermine nehmen. Für uns steht Information und Aufklärung im Vordergrund; das nächste Mal im Rahmen des österreichweiten Aktionstages gegen Abfangjäger am 20. September", so Stuhlpfarrer abschließend. (APA)

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