EADS warnt vor Platzen der Gegengeschäfte

11. September 2002, 15:42
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EADS-Manager in "News": "Ohne Eurofighter-Bestellung gibt es keine Gegengeschäfte"

Wien - Der europäische Rüstungskonzern EADS, Bestandteil des Eurofighter-Konsortiums, warnt, dass ein Platzen der Abfangjägerbeschaffung die in Aussicht gestellten Gegengeschäfte von über 2 Mrd. Euro auch zunichte machen würde: "Ohne Eurofighter-Bestellung gibt es keine Gegengeschäfte", erklärt Klaus-Dieter Bergner, für Zentral- und Osteuropa zuständiger Vice President in der am Donnerstag erscheinenden Infro-Illustrierten "News". Bergner verweist auf Gegengeschäfte von "4 Mrd. Euro" und 75.000 daraus entstehende Jobs, gibt sich aber zuversichtlich, denn immerhin bringe man "Österreichs Wirtschaft den High-Tech-Anschluss".

Als Beispiel für ein mögliches Platzen von Gegengeschäften führt Bergner den mit 400 Mill. Euro bezifferten Nachfolgeauftrag für den Grand Jeep Cherokee bei Magna-Steyr an. "News" zitiert in einer Vorabmeldung Bergner mit den Worten: "Ohne die Eurofighter-Bestellung lässt DaimlerChrysler dieses Modell aber in den USA produzieren."

EADS-Sprecher Wolfram Wolff konnte auf Anfrage der APA am Mittwochnachmittag die Bergner zugeschriebenen Zitate weder bestätigen noch dementieren - er sei bei dem Gespräch nicht dabei gewesen. Er bezweifle allerdings, dass die Zitate "in dieser Schärfe" gefallen seien, sagte Wolf, der eine "Nachrichtenverdichtung nach einem längeren Gespräch" vermutete. "Es wäre von unserer Seite doch unlogisch, wenn wir beim Wirtschaftsministerium die Anrechnung für diese Projekte beantragen würden und diese dann wie eine heiße Kartoffel fallen lassen würden." EADS stehe zu seinen Gegengeschäftszusagen.(APA)

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