Deutsche Regierung befürchtet neue Abschwungphase

12. September 2002, 13:47
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Wirtschaftliche Lage in Deutschland und der Welt aber "nicht zufriedenstellend"

Berlin - Das deutsche Wirtschaftsministerium hat die wirtschaftlich Lage in Deutschland und der Welt derzeit als nicht zufrieden stellend bezeichnet, bewertet die Wachstumsaussichten für das nächste und die kommenden Jahr allerdings für nach wie vor günstig.

Obwohl die deutsche Volkswirtschaft zum Jahreswechsel den konjunkturellen Abschwung hinter sich gebracht habe, fehle es ihr zurzeit an Kraft, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Ditmar Staffelt (SPD), am Donnerstag in Berlin. Mit der gesamtwirtschaftlichen Situation könne man derzeit zwar nicht zufrieden seien. "Wir glauben im Wirtschaftsministerium allerdings nicht, dass eine erneute Abschwungphase zu befürchten ist." Die fundamentalen Rahmendaten in Deutschland seien in Ordnung, wichtige Konjunkturindikatoren entwickelten sich allerdings uneinheitlich.

Pause

"Das Geschäftsklima und die Produktion haben nach dem Anstieg vom Frühjahr eine Pause eingelegt." Die Auftragseingänge und die Auslandsnachfrage entwickelten sich jedoch positiv. Die Wachstumsaussichten für das nächste und die kommenden Jahre seien nach Einschätzung von Experten und des Wirtschaftsministeriums aber nach wie vor günstig, sagte Staffelt bei einer Verbandstagung der Volks- und Raiffeisenbanken.

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) korrigierte am selben Tag seine Wachstumserwartungen für die Konjunktur in Deutschland deutlich nach unten. Für 2002 erwarten die Kieler Ökonomen nach ihrem jüngsten Konjunkturbericht nur noch ein Wachstum von 0,4 Prozent. Zuvor war das IfW von einer Zunahme des Bruttoinlandprodukts um 1,2 Prozent ausgegangen. Auch für das kommende Jahr senkte das IfW seine Prognose auf 1,8 von bisher 2,5 Prozent. (APA/Reuters)

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