Rennen um die Kanzlerschaft völlig offen

11. September 2002, 14:33
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derStandard.at bringt die aktuellsten Daten der Meinungsforscher zur Bundestagswahl

Berlin - Um die genauesten Vorhersagen zum Ausgang der Bundestagswahl am 22. September liefern einander die Meinungsforscher einen Wettstreit. Je näher der Wahltermin rückt, desto präziser sollen die Umfragen sein. Die Forschungsgruppe Wahlen und Infratest/dimap veröffentlichen in der Woche vor der Bundestagswahl keine Umfragen mehr und gehen über ARD und ZDF am Freitag das letzte Mal mit ihren Daten an die Öffentlichkeit.

Bei Emnid hängt eine Veröffentlichung in der Woche vor der Wahl von deren Kunden ab (n-tv, Focus). Das Magazin "Stern" will am kommenden Mittwoch eine Forsa-Umfrage veröffentlichen. Allensbach will über die "FAZ" noch einen Tag vor dem Wahlsonntag eine Prognose bekannt machen.

Institute sehen Kopf-an-Kopf-Rennen

In den zuletzt veröffentlichten Umfragen sehen alle Institute ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU/CSU voraus. Vier Institute sagen eine knappe Mehrheit für Schwarz-Gelb voraus, wenn die PDS nicht in den Bundestag kommt. Diese vier Institute rechnen derzeit mit einem Scheitern der PDS an der Fünf-Prozent-Hürde. Sollte die PDS jedoch mindestens drei Direktmandate erringen und auf diese Weise in den Bundestag einziehen, würde es für eine schwarz-gelbe Mehrheit bei keiner der Umfragen mehr reichen. Die Sonntagsfrage beschreibt das Stimmverhalten, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre; die Kanzlerfrage beschreibt, wem die Wähler ihre Stimme geben würden, wenn sie den Kanzler direkt wählen könnten.

Allensbach Sonntagsfrage (11.9.)

SPD: 37 Prozent - CDU/CSU: 37 Prozent - Grüne: 7,3 Prozent - FDP: 10,1 Prozent - PDS: 4,9 Prozent - Sonstige: 3,7 Prozent (Schwarz-Gelb hätte die Mehrheit, wenn die PDS nicht in den Bundestag einzieht)

Emnid Sonntagsfrage (10.9.)

SPD: 38 Prozent - CDU/CSU: 38 Prozent - Grüne: 7 Prozent - FDP: 8 Prozent - PDS: 4 Prozent - Sonstige: 5 Prozent (Schwarz-Gelb hätte die Mehrheit, wenn die PDS nicht in den Bundestag einzieht)

Kanzlerfrage (28.8.) Schröder: 53 Prozent - Stoiber: 36 Prozent

Forsa Sonntagsfrage (11.9.)

SPD: 38 Prozent - CDU/CSU: 38 Prozent - Grüne: 8 Prozent - FDP: 9 Prozent - PDS: 5 Prozent - Sonstige: 2 Prozent (Weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün hätten die Mehrheit)

Kanzlerfrage (11.9.) Schröder: 44 Prozent - Stoiber: 28 Prozent

Forschungsgruppe Wahlen Sonntagsfrage (6.9.)

SPD: 38 Prozent - CDU/CSU: 38 Prozent - Grüne: 7 Prozent - FDP: 8 Prozent - PDS: 4 Prozent - Sonstige: 5 Prozent (Schwarz-Gelb hätte die Mehrheit, wenn die PDS nicht in den Bundestag einzieht)

Kanzlerfrage (6.9.) Schröder: 56 Prozent - Stoiber: 35 Prozent

Infratest/Dimap Sonntagsfrage (6.9.)

SPD: 38 Prozent - CDU/CSU: 39,5 Prozent - Grüne: 7,5 Prozent - FDP: 8,5 Prozent - PDS: 4 Prozent - Sonstige: 2,5 Prozent (Schwarz-Gelb hätte die Mehrheit, wenn die PDS nicht in den Bundestag einzieht)

Kanzlerfrage (6.9.) Schröder: 57 Prozent - Stoiber: 36 Prozent (APA)

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    Plakat auf FDP-Sonderparteitag: Die Delegierten formulieren Bedingungen für mögliche Koalitionen

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