Weltweites Gedenken

11. September 2002, 07:22
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Deutscher Bundespräsident ruft zu Kampf gegen Gewalt auf - Feiern in Australien

Sydney/Berlin - Mit dem Tagesanbruch des 11. September haben am Mittwoch in Neuseeland und Australien Gedenkfeiern aus Anlass des Jahrestages der Terroranschläge in den USA begonnen. Wie an vielen anderen Orten wurde auch in der neuseeländischen Hafenstadt Aukland im Morgengrauen die US-Flagge auf Halbmast gesetzt. Ministerpräsidentin Helen Clark wollte noch vor der Teilnahme an einer Gedenkfeier in der US-Botschaft in Wellington einen Baum pflanzen.

Der australische Ministerpräsident John Howard erklärte, Amerika stehe im Kampf nicht allein, "weil der Terrorismus jedes Land treffen kann - auch Australien". Die Menschen müssten aber ihre normales Leben fortsetzen, denn die Terroristen würden gewinnen, "wenn wir es wie paralysiert nicht tun würden".

Der deutsche Bundespräsident Johannes Rau rief zum Kampf gegen Gewalt und Intoleranz auf. Wer die Faust balle, könne keinem die Hand geben, sagte er nach einer im Voraus verbreiteten Erklärung. Außenminister Joschka Fischer forderte, aus der Erfahrung der Anschläge müsse ein weltweites System kooperativer Sicherheit neu gestaltet werden. Rau mahnte, im Kampf gegen den Terrorismus Entschlossenheit und Besonnenheit zu zeigen. Er warnte zugleich vor einem Krieg der Kulturen oder der Religionen. (APA/Reuters/AP)

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