Steirische Freiheitliche schwören sich auf Jörg Haider ein

10. September 2002, 22:58
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Vorstand beschließt "Ersuchen", Obmannschaft wieder zu übernehmen

Graz - Die steirischen Freiheitlichen haben sich auf Jörg Haider eingeschworen: In einer erweiterten Vorstandssitzung fasste man Dienstag Abend den Beschluss, den Alt-Obmann zu "ersuchen", am Bundesparteitag die Obmannschaft der FPÖ wieder zu übernehmen. Weiters unterstrich man mit der Forderung nach einer Steuerreform 2003 und mit der Festlegung auf "keine bedingungslose Zustimmung zur EU-Osterweiterung" Haider'sche Kernforderungen.

Landesobmann Leopold Schöggl hatte sich schon vorher für Haider ausgesprochen und sich den Kärntner Landeshauptmann auch als Spitzenkandidaten gewünscht. Der als "Information und Analyse" gedachte Vorstandssitzung wohnte erstmals seit zwei Jahren auch der Fürstenfelder FPÖ-Bezirksobmann und "Sonderparteitag-Unterschriftensammler" Harald Fischl bei, der die Idee für die Beschlüsse für sich reklamierte - die Ausarbeitung sei dann gemeinsam erfolgt. Haider solle sicher sein, dass "wir voll hinter ihm stehen", begründete Fischl den als "Signal" zu verstehenden Beschluss.

Fischl, der Schöggl immer wieder als zu ÖVP-nahe kritisiert hatte und dann beim letzten Parteitag als Stellvertreter durchgefallen war, genoss sichtlich sein Comeback. Die Frage, ob er für den Nationalrat kandidieren werde, wehrte er zwar mit "keine Ambitionen" ab, fügte aber hinzu, dass er sich seiner "Pflicht nicht entziehen" werde. Nun gehe es für die FPÖ darum, dorthin zurückzufinden, "wo wir stark waren". (APA)

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