Realität übertrifft Film: Mexikanischer Pater hinterläßt sechs Kinder

10. September 2002, 16:56
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"Jetzt ist an Gott, über ihn zu urteilen"

Mexiko - Der in Mexiko umstrittene Kinohit "El crimen del Padre Amaro" (Das Verbrechen des Paters Amaro) um die Liebesbeziehung eines Geistlichen ist von der Wirklichkeit weit übertroffen worden: Wie die Tageszeitung "Reforma" am Dienstag meldete, starb in der Stadt Tepic im westlichen Bundesstaat Nayarit ein Priester, der sechs uneheliche Kinder hinterließ.

Ein Sprecher der Diözese von Tepic sagte, niemand habe gewusst, dass Pater Salcedo Kinder hatte. Den Verstorbenen könne der Bischof nicht mehr zur Rechenschaft ziehen. "Jetzt ist an Gott, über ihn zu urteilen", sagte der Sprecher.

Gegen die Aufführung des Films, in dem ein Pater eine Affäre mit einer jungen Gläubigen beginnt, hatte die Kirche protestiert. Der Film schlug dennoch alle Kassenrekorde. Unter den Nachkommen des realen Priesters in Tepic ist inzwischen ein Streit um das Erbe von 3,5 Millionen Pesos (359.527 Euro) und mehrere Häuser ausgebrochen. (APA/dpa)

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