Deutsche Bank senkt Kurserwartung für AUA-Aktie auf sieben Euro

10. September 2002, 16:10
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Weiter "Hold"-Empfehlung - Gewinn je Aktie unverändert bei 0,37 Euro für 2002

Wien - Analysten der Deutschen Bank haben ihre Kurserwartung für die Aktie der Austrian Airlines-Gruppe von bisher 8 auf 7 Euro gesenkt. "Angesichts der jüngsten Schwäche der weltweiten Luftfahrtbranche passen wir unseren Zielpreis für die AUA entsprechend an", heißt es als Begründung in einer aktuellen Aktienanalyse. Die Anlegerempfehlung lautet unverändert auf ein neutrales "Hold" bzw. "Market Perform".

Die Ergebniserwartungen für die AUA-Gruppe aus AUA, Lauda Air, Tyrolean Airways und Rheintalflug haben die Analysten der Deutschen Bank unverändert belassen: So wird für heuer ein Gewinn je Aktie von 0,37 (2001: -4,87) Euro je Aktie erwartet, der 2003 auf 1,89 und im Jahr darauf auf 2,7 Euro je Aktie steigen soll. Die Zahlung einer Dividende sehen die Experten bis einschließlich 2004 nicht.

Zuversichtlich für Turn-around

Die Deutsche Bank zeigt sich zuversichtlich, dass der Gesellschaft der angestrebte Turn-around wie geplant gelingen wird. Es habe im ersten Halbjahr "schöne Einsparungen auf der Personalseite" gegeben, die allerdings nur zum Teil 2002 wirksam würden. Ferner hätten sich bessere Margen und Passagierzahlen positiv ausgewirkt. Ein bereinigtes EBIT von 47,7 Mill. Euro im zweiten Quartal sei eines der besten Ergebnisse der Gesellschaft seit längerem.

Die Verschuldung - die Nettoverschuldung wird 2002 auf rund 2,4 Mrd. Euro geschätzt - sei aber immer noch "extrem hoch", so die Deutsche Bank. Der AUA-Vorstand müsse sich daher weiter auf Kosteneinsparungen und Working Capital-Management konzentrieren. (APA)

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