Compaq-Beschäftigte protestieren gegen Stellenabbau

10. September 2002, 17:11
posten

Wegen schlechter Konjunktur darüberhinaus gehende Kürzungen möglich

Mehrere 100 Beschäftigte der Computerfirma Compaq, die mit dem US-Computerkonzern Hewlett Packard (HP) fusioniert wird, haben am Dienstag Gewerkschaftsangaben zufolge in München, Stuttgart, Berlin und Köln gegen geplante Stellenstreichungen protestiert. Wegen der schlechten Konjunkturlage sei zu befürchten, dass es über den bereits angekündigten Stellenabbau hinaus weitere Kürzungen geben werde, teilte die IG Metall am Compaq-Hauptstandort in München mit. In Berlin und Stuttgart hatte die IG Metall auch zu Warnstreiks aufgerufen.

Proteste gegen Stellenabbau

Die Aktionen richteten sich gegen Pläne von Hewlett-Packard (HP), nach der Fusion etwa 400 der 1.700 Arbeitsplätze bei Compaq in Deutschland abbauen zu wollen. Die Gewerkschaft warf dem HP-Management außerdem vor, Verhandlungen mit dem Betriebsrat über die Rahmenbedingungen des Arbeitsplatzabbaus und mögliche Alternativen wie Kurzarbeit zu verschleppen.

Enttäuscht über Stand der Integration

Enttäuschend sei für die Arbeitnehmervertreter auch der Stand der Integration beider Belegschaften. "Die Unternehmensleitung wirft den Betriebsräten vor, die Integration zu blockieren. Dabei ist sie bisher noch nicht einmal in der Lage genau darzulegen, welche Beschäftigte in Zukunft noch gebraucht werden und welche das Unternehmen verlassen sollen", sagte Sibylle Wankel von der IG Metall. Gleichzeitig wachse die Zahl der Beschwerden von Kunden, die beklagten, dass immer noch Verkäufer beider Firmen getrennt an sie heranträten.(APA/dpa/lby)

Share if you care.