Gefahren durch Drive-by Spamming

11. September 2002, 11:46
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Sicherheits-Experten warnen vor Risken durch den Einsatz ungeschützter Wireless-Netzwerke

Nicht nur "War-Driving" auch "Drive-by Spamming" erfreut sich immer größerer Beliebtheit, warnen Sicherheits-Experten. Auf der Sicherheitsmesse "First International Security Users Conference" widmeten sich einige Redner detaillierte Berichte über WLAN-Spamming und deren Auswirkungen beziehungsweise wie man solche Angriffe verhindern könnte.

Tausende E-Mails über das eigene Netz

Laut Adrian Wright, Manager von Secoda Risk Management, nutzen Angreifer immer häufiger ungesicherte Funknetzwerke für die Versendung von Millionen Spam-Mails. Sobald ein Spammer in das ungesicherte Netz eingedrungen ist, kann dieser über den ungeschützten SMTP-Port unzählige Mails durch ein Firmennetzwerk schicken. Zwar - so die Meinung der Experten - tragen diese Mails selten gefährliche Fracht, die Daten zerstören oder ausspionieren würde, doch lähmt ein solcher Angriff das gesamte Netzwerk.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Viele WLAN-Netze sind unsicher weil System-Administratoren die Default settings des Access Points nach dessen Erstinstallation unverändert lassen. Nach Experten-Schätzung sind 60 bis 80 Prozent der Firmen-WLANs unsicher. Vor allem die in der Szene bekannten "Warchalking Symbole", die auf ungesicherte Netzwerke hinweisen, standen im Zentrum der Kritik. So würden Spammer und Hacker auf Wänden und Gebäuden durch die "Kreide-Zeichnungen" zum Eindringen animiert, meinen die Experten. Andere sehen in den Symbolen auch eine Warnfunktion - immerhin kann ein Unternehmen so schon früh erkennen wenn das Netzwerk unsicher ist.(red)

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Secoda

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