Südeuropäische Mobilkom-Töchter: "Schon Fünftel des Gesamtumsatzes"

10. September 2002, 14:44
posten

Mobilkom-Generaldirektor Nemsic führt rasante Zuwächse bei Kunden und Umsatz in Kroatien und Slowenien auf Service zurück

Mit den Zuwächsen der slowenischen und kroatischen Mobilfunk-Tochterunternehmen sehr zufrieden zeigte sich Mobilkom-Generaldirektor Boris Nemsic am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Graz. In Kroatien habe der Umsatz der Tochter VIPnet im ersten Halbjahr 2002 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 40 Prozent erhöht werden können. Auch die Kundenzahl sei um über ein Drittel gewachsen. Für größere Veranstaltungen in der Steiermark wie "Kalachakra oder Graz 2003 werde die Mobilkom größere Kapazitäten zur Verfügung stellen.

"Starke Performance"

Das erste Halbjahr 2002 sei von "starker operativer Performance" geprägt, erklärte Nemsic: Allein 18,6 Prozent der Umsatzerlöse in Höhe 823,3 Mill. Euro würden bereits von den drei ausländischen Mobilfunktöchtern, der slowenischen Si.mobil, der kroatischen VIPnet sowie der liechtensteinischen Mobilfunktochtergesellschaft geliefert. "Das Umsatzwachstum ist zu einem guten Teil auf diese drei Töchter zurückzuführen", so der Generaldirektor. Mit dem erstmaligen Anbieten innovativer Dienste wie prepaid oder einem per Handy abbuchbaren Parkticket in der kroatischen Hauptstadt Zagreb habe man sich auf diesen Märkten hervorragend positioniert.

49,3 rozent Marktdurchdringung

Bei der kroatischen VIPnet sind im Vergleich zum Juni 2001 im ersten heurigen Halbjahr die Umsatzerlöse von 97,6 um 34,7 Prozent auf 131,5 Mill. Euro gesteigert worden. Das EBIT vor Steuern und Abgaben sei von 31,9 Mill. Euro auf 51,7 Mill. Euro gestiegen. Auffällig sei, dass der durchschnittliche kroatische Handybenutzer rund 70 SMS im Monat versende, in Österreich liege der Schnitt bei 24, in Slowenien bei 15, so der Generaldirektor der VIPnet, Josef Vinatzer. MMS sei in Kroatien und Slowenien in der Einführungsphase. Die Marktdurchdringung mit GSM-Handys liegt in Kroatien bei 49,3 Prozent.

In Slowenien hat die Si.mobil die Kundenzahl per Ende Juni gegenüber Juni 2001 um 52,4 Prozent von 196.800 auf rund 300.000 Kunden erhöhen können. Wenn auch das EBIT vor Steuern und Abgaben im ersten Halbjahr 2002 gegenüber dem Vorjahreszeitraum (minus 7,4 Mill. Euro) noch mit minus 700.000 Euro negativ war, so konnte man bereits im zweiten Quartal 2002 "eine riesige Umsatzsteigerung von 71,2 Prozent auf 19 Mill. Euro verbuchen", so Si.Mobil-Marketingchef Wolfgang Krebs. Die 69,4 Prozent Marktdurchdringung entsprächen europäischem Standard, so Krebs. Mit Innovationen wie dem Start von MMS (Multimedia Messaging Service) als erster Netzbetreiber in Slowenien und Kroatien sei man technischer Marktführer.

Maßnahmen

Die großen Ereignisse in Graz würden auch größere Maßnahmen der Mobilkom erfordern, meinte Nemsic: So werde man beim Buddhisten-Welttreffen "Kalachakra" im Oktober in Graz sowie bei "Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas" zusätzliche Kapazitäten zur Verfügung stellen, besonders in der Stadthalle sowie um die Veranstaltungsstätten.(APA)

  • Artikelbild
Share if you care.