Scotland Yard erwägt wegen Diana-Buch rechtliche Schritte

10. September 2002, 13:30
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Leibwächter könnte vor Gericht kommen

London - Scotland Yard hat im Streit um die jüngsten Enthüllungen eines Leibwächters über das Liebesleben von Prinzessin Diana rechtliche Schritte angekündigt. Ein Sprecher teilte am Dienstag in London mit, der Fall des Diana-Leibwächters Ken Wharfe (53) sei der zentralen Staatsanwaltschaft zur Prüfung einer möglichen Anklageerhebung vorgelegt worden.

Wharfe hatte pünktlich zum 5. Jahrestag des Todes von Diana Ende August ein "Enthüllungsbuch" über die Flirts und Liebschaften der verstorbenen Prinzessin vorgelegt. Auch über die Eheschwierigkeiten mit Prinz Charles wird in dem Buch "Diana: Ein gut gehütetes Geheimnis" berichtet.

Wharfe, der Diana sechs Jahre lang beschützte, ist der erste Polizist, der seine Erfahrungen auf diese Weise publik macht. Offenbar befürchtet Scotland Yard, dass andere Beamte seinem Beispiel folgen könnten. Laut Scotland Yard ist Wharfe an den ungeschriebenen Vertrauens-Kode zwischen Beamten und den ihnen anvertrauten Schutzpersonen gebunden. Er bestreitet allerdings, das Vertrauen Dianas missbraucht zu haben. Ihm sei es lediglich darum gegangen, die "Wahrheit über Diana in einem positiven Licht" zu präsentieren. (APA/dpa)

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