Alkoholisierter feuerte im Burgenland mit Gasrevolver auf Gendarmen

10. September 2002, 13:27
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18-Jähriger soll es darauf angelegt haben, von Beamten erschossen zu werden - Einweisung in Sonderkrankenhaus

Eisenstadt - Ein 18-jähriger alkoholisierter Mann schoss Dienstagabend in Großpetersdorf (Bezirk Oberwart) auf zwei Gendarmeriebeamte. Er konnte kurz nach dem Zwischenfall gestellt und entwaffnet werden; er hatte einen Gasrevolver bei sich. Der offensichtlich lebensmüde Südburgenländer wurde in das Landessonderkrankenhaus Graz eingewiesen. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Anzeige auf freiem Fuß an.

Die Gendarmerie wurde gegen 22.15 Uhr in den Hof einer Großpetersdorfer Wohnsiedlung gerufen, nachdem Schüsse gefallen waren. Als die Beamten eintrafen, saß der 18-Jährige - offensichtlich alkoholisiert - auf einer Bank des Kinderspielplatzes. Plötzlich stand er auf und schrie: "Stehenbleiben, sonst schieße ich." Unmittelbar danach feuerte er auf die Beamten, die sofort in Deckung gingen und ihre Waffen zogen.

Ehe es zu weiteren Schüssen kam, floh der Angreifer über einen Maschendrahtzaun in Richtung eines Supermarkts. Die Gendarmen forderten Unterstützung an, wenig später konnte der Bursche auf dem Supermarkt-Gelände aufgegriffen und festgenommen werden. Er leistete keinen Widerstand.

Bei der Waffe des Mannes handelt es sich um einen Gasrevolver, mit dem mehrere Schüsse abgefeuert worden sind. Bei seiner Einvernahme gab der Südburgenländer an, dass sein Leben keinen Sinne mehr habe. Er habe es darauf angelegt, dass ihn die Gendarmerie erschießt. Ein Alkotest verlief positiv. Eine Ärztin wies den Burschen wegen Selbst- und Gemeingefährdung in das Grazer Krankenhaus ein. (APA)

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