Für 71 Prozent der WienerInnen gehört das Viennabike schon zum Stadtbild

10. September 2002, 19:40
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Laut einer Studie besteht Wunsch nach mehr Rädern

Wien - Mit einer Studie des Meinungsforschungsinstitutes Oekonsult meldet sich der Fahrradclub Viennabike zurück aus dem Sommer: In der Befragung schlage sich der "positive Eindruck", den die Bevölkerung von ihrem Gratis-Stadtrad habe, deutlich nieder, betonten die Betreiber am Dienstag in einer Aussendung. Häufig sei auch der Wunsch nach mehr Rädern und einer Ausweitung der Viennabike-Zone geäußert worden. Der Betrieb der Leihräder, so wurde versichert, laufe inzwischen jedenfalls "reibungslos".

Laut Oekonsult wurden im Rahmen einer Straßenbefragung Anfang September in Wien 353 Personen interviewt. Fast alle - genau 99,31 Prozent - haben vom Viennabike schon gehört. Für 71 Prozent der Wiener ist das Viennabike bereits ein "fester Bestandteil" des Stadtbildes geworden.

Ausweitung der befahrbaren Zonen erwünscht

Ebenfalls 71 Prozent befürworteten ein Einschreiten von Info-Team oder Polizei gegen Vandalismus und Missbrauch. 87 Prozent wünschen sich eine Ausweitung des erlaubten Gebietes und mehr Viennabikes. Denn bisher ist lediglich das Befahren der Bezirke 1 sowie 3 bis 9 erlaubt.

Laut Verein Viennabike glauben nur mehr 14 Prozent, dass das Projekt scheitern wird. Dies sei eine massive Trendumkehr gegenüber der ersten Oekonsult-Studie zum Thema Viennabike im Juli, wo noch 73 Prozent sicher gewesen seien, dass Viennabike scheitern würde.

Seit dem Neustart am 15. Juli mussten Viennabikes 3.000 Mal aus Außenbezirken zurück gebracht werden - ein nach wie vor "sehr hoher Aufwand, der aber inzwischen zur Routine für die Mitarbeiter des Fahrradclubs geworden ist", wie es hieß. Auch der Vandalismus habe wieder stark zugenommen. Täglich müssen 40 Viennabikes wegen Vandalismusschäden repariert werden. (APA)

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