Eichel: Post- oder Telekomaktien werden nicht veräußert

10. September 2002, 12:51
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Berlin - Der deutsche Finanzminister Hans Eichel (SPD) hat sich angesichts der Situation an den Aktienmärkten gegen weitere Verkäufe von Anteilen des Bundes an der Deutschen Telekom AG und der Deutschen Post AG ausgesprochen.

"Ich erkläre hiermit qua Amt und eindeutig: Die Bundesregierung plant keine Veräußerung weiterer Aktien der Telekom oder der Post, solange die Kapitalmärkte sich nicht weiter erholen konnten", teilte Eichel am Montag in Berlin mit. Eichel reagierte damit auf Aussagen des in der Wahlkampfmannschaft von Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) für Wirtschaftsfragen zuständigen Lothar Späth (CDU). Dieser hatte am Wochenende im Falle eines Wahlsieges eine schnelle und umfassende Privatisierung der Bundesanteile an den Unternehmen angekündigt. Dies hatte zu Kursverlusten für die beiden Titel geführt.

"Mir liegt im Gegensatz zu Herrn Späth das Wohl der Kleinanleger und die Sicherheit der Kapitalmärkte mehr am Herzen", erklärte Eichel. (APA/Reuters)

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