Ferrari kommt nach Hause

10. September 2002, 14:32
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Michael Schumacher will beim Heimrennen in Monza feiern - Gerhard Berger gibt sich realistisch: "Wohl wieder rotes Auto vor uns"

Monza - Michael Schumacher plant beim Ferrari-Heimrennen am kommenden Wochenende eine große Fete. "In diesem Jahr, wieder mit beiden WM-Titeln bereits in der Tasche, wollen wir nach Monza fahren und diese Erfolge mit unseren Tifosi feiern - im vergangenen Jahr konnten wir das ja nicht tun wegen der Ereignisse", teilte der fünffache Formel-1-Weltmeister mit. Vor einem Jahr war Schumacher beim Großen Preis von Italien nach den Terroranschlägen in New York und Washington regelrecht unter Schock gestanden.

"Mehr als 100 Prozent geben"

Nach den erfolgreichen Testfahrten auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke im Königlichen Park von Monza ist Schumacher zuversichtlich, dort am Sonntag (14:00 Uhr) zum vierten Mal nach 1996, 1998 und 2000 siegen zu können. "Ich kann zumindest versprechen, dass wir unser Bestes geben werden, um den Tifosi einen weiteren guten Grund zum Feiern zu geben. Schließlich ist es der Italien-Grand-Prix, also werden wir sogar mehr als 100 Prozent geben", kündigte der 63-fache GP-Sieger auf seiner Homepage an.

Montoya Vorjahressieger

Als schärfste Konkurrenten sieht Schumacher seinen Bruder Ralf und dessen Williams-BMW-Teamkollegen Juan Pablo Montoya. Die Weiß-Blauen fügten den Roten im Vorjahr mit Montoyas bisher einzigem GP-Sieg eine empfindliche Heimniederlage zu. BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger wünscht sich eine Wiederholung. "Es wäre schön, wenn uns das wieder gelingen könnte", sagte der Tiroler. "Aber Ferrari ist auch auf schnellen Strecken sehr schnell." Dies unterstreicht der Doppelerfolg von Michael Schumacher und Rubens Barrichello in Imola.

Ausfall eher unwahrscheinlich

Berger schiebt die Favoritenrolle den in dieser Saison so deutlich wie noch nie dominierenden Italienern zu: "Es sei denn, Ferrari hätte technische Probleme." Da Schumacher 19 Rennen lang in Serie ins Ziel gekommen ist, erscheint ein Ausfall eher unwahrscheinlich. "Was das Rennen angeht, muss man der Realität ins Auge sehen: Wenn bei Ferrari alles nach Plan läuft, dürfte wohl wieder ein rotes Auto vor uns ins Ziel kommen", sagte Berger, der ankündigte, dass BMW für Monza leistungsstärkere Motoren entwickelt habe. Auch Ferrari stellt seinem Fahrerduo eine für den Power-Kurs entwickelte Ausbaustufe zur Verfügung.(APA)

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    Die Erwartungen der Tifosi sind hoch

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