Wo einst Europa geteilt war

13. September 2002, 13:29
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Tschechien: Grundstein des "Museums des Eisernen Vorhangs" gelegt

Prag - In ehemaligen Kasernen des einstigen tschechoslowakischen Grenzschutzes im westböhmischen Kvilda, sieben Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt, ist am Samstag der Grundstein des künftigen "Museums des Eisernen Vorhangs" gelegt worden. Die Errichtung der Gedenkstätte auf einer Fläche von drei Hektar soll nach Angaben des Museum-Gründers - der "Stiftung Eiserner Vorhang" - rund 3,3 Mill. Euro kosten. Es soll eine "würdige, verständliche und gleichzeitig attraktive" Gedenkstätte der Zeit werden, die das Schicksal von Millionen Menschen beeinflusst hat.

"Wir wollen, dass die junge Generation so viel wie möglich über das Phänomen erfährt, das die zivilisierte Welt in zwei Machtblöcke geteilt hat", erklärte der Chef der Stiftung, Vaclav Vitovec. In Zusammenarbeit mit der tschechischen Diplomatie und Auslandstschechen will die Stiftung ein einzigartiges Archiv von Dokumenten, Geschichten, Filmaufnahmen und Gegenständen anlegen, die das Schicksal einzelner Menschen oder von Familien beschreiben sollen, deren Leben durch den Eisernen Vorhang geprägt war.

Das Museum soll einen "sowjetischen" und einen "amerikanischen Sektor" erhalten. Auch das geplante Restaurant wird in diesem Sinn aufgeteilt. Vorgesehen sind darüber hinaus Räume, die im Stil der Arbeitszimmer des US-Präsidenten und des Generalsekretärs der KPdSU gehalten sein werden. Bestandteil des Museums soll auch ein Studien-Zentrum des Eisernen Vorhangs werden. "Das Museum muss genau so die Vergangenheit beschreiben, wie sie sich abgespielt hat", so Vitovec. (APA)

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