Die Schriftkultur im Mittelalter

12. September 2002, 17:46
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Wissenschaftliche Tagung vergleicht Schriftgebrauch im germanischen, slawischen und romanischen Kulturkreis

Klagenfurt - Unter dem Generaltitel "Stadt und Kultur des Mittelalters" findet jährlich eine wissenschaftliche Tagung in Friesach in Kärnten statt. Dieses Jahr steht sie unter dem Motto "Vom Wort zur Schrift", Wissenschafter aus sechs Nationen werden von Mittwoch bis Sonntag mit der Ausbreitung der Schriftkultur im Alpe-Adria-Raum beschäftigen.

Organisiert wird die Tagung von der Universität Klagenfurt in Kooperation mit den Universitäten Graz und Udine, Experten aus Deutschland, den Niederlanden, Italien, Österreich, Slowenien und Ungarn beschäftigen sich mit den Anfängen und der Ausbreitung der Schriftkultur in allen Lebensbereichen. Man will zu einer vergleichenden Übersicht über den Schriftgebrauch in dem Dreiländereck zwischen dem germanischen, dem slawischen und dem romanischen Kulturkreis kommen.

Das Wirken einer schmalen Schicht von Schreibkundigen und Gelehrten bezeichnen die Experten als "Anfang eines elitären Informationszeitalters mitten im Mittelalter". Den Eröffnungsvortrag hält am Mittwochabend der deutsche Mittelalter-Forscher Hagen Keller aus Münster zum Thema "Die Entwicklung der mittelalterlichen Schriftkultur im europäischen Kontext". Von Donnerstag bis Sonntag gibt es Vorträge und Diskussionen ab jeweils neun Uhr. (APA)

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