Gruft im Inneren der Mondpyramide von Teotihuacan entdeckt

10. September 2002, 12:24
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Archäologen hoffen auf die Freilegung eines Königsgrabs

Mexiko-Stadt - Archäologen stehen möglicherweise kurz vor der Entdeckung eines Königsgrabes in einer der bekanntesten altmexikanischen Pyramiden. Laut Zeitung "Reforma" von Montag wurde im Inneren der Mondpyramide von Teotihuacan (50 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt) eine Gruft entdeckt. Diese werde mit Eisenstangen gesichert, damit die Archäologen das in dem Hohlraum vermutete Grab freilegen könnten.

Die Stadt Teotihuacán, die ihre Blütezeit zwischen 200 und 700 nach Christus erlebte, war zu ihrer Zeit eines der bedeutendsten politischen und wirtschaftlichen Zentren Altmexikos, und ihr Einfluss reichte weit über das zentrale Hochland Mexikos hinaus. In den mehr als 100 Jahren der Erforschung Teotihuacáns wurde dort aber nie ein Herrschergrab entdeckt.

Im Zuge des 1998 begonnenen, von dem japanischen Archäologen Saburo Sugiyama und seinem mexikanischen Kollegen Rubén Cabrera geleiteten "Projekts Mondpyramide" wurden drei Tunnel durch das Innere der Pyramide getrieben. Zwei von ihnen verlaufen unterhalb der Erdoberfläche, während ein dritter auf einer Plattform auf halber Höhe der Pyramide startet. Über diesen dritten Tunnel wurde jetzt die Gruft entdeckt. Sie stammt vermutlich aus der Zeit zwischen 250 und 300 nach Christus. (APA/dpa)

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