England: Mutmaßlicher Mörder von Holly und Jessica vor Gericht

10. September 2002, 12:17
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Rund 50 Polizisten riegelten vor erster Anhörung Gebäude ab

Peterborough - Der mutmaßliche Mörder der beiden britischen Schulmädchen Holly und Jessica, Ian Huntley, ist am Dienstag unter schwerem Polizeiaufgebot zu seiner ersten Anhörung vor Gericht erschienen. Rund 50 Sicherheitskräfte riegelten das Gebäude in Peterborough ab, als der frühere Schulhausmeister aus der mittelenglischen Nachbarstadt Soham eintraf.

Rund 20 Schaulustige waren vor dem Gericht versammelt. Die Polizei hatte Tumulte wie beim Erscheinen von Huntleys Verlobter Maxine Carr befürchtet, die vor rund drei Wochen von einer aufgebrachten Menge beschimpft und bedroht worden war.

Psychiatrisches Gutachten

Dem 28-Jährigen wurde am Dienstag eine weitere Anklage zugestellt. Demnach soll er sich auch wegen Behinderung der Justiz verantworten. Huntley ist derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus der britischen Vollzugsanstalten untergebracht. Dort wird er eingehenden Untersuchungen unterzogen, die feststellen sollen, ob er überhaupt vor Gericht gestellt werden kann. Die Experten sollen sich bis kommenden Dienstag über seine Schuldfähigkeit äußern, können aber eine weitere Verlängerung von 28 Tagen für den Abschluss ihres Berichts beantragen.

Der 28-Jährige steht unter Verdacht, die beiden zehnjährigen Freundinnen entführt und ermordet zu haben. Carr muss sich wegen Behinderung der Justiz verantworten. Holly Wells und Jessica Chapman waren Anfang August aus Soham verschwunden. Ihre verstümmelten Leichen wurden knapp zwei Wochen später entdeckt. (APA)

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    Der mutmaßliche Mörder der beiden britischen Schulmädchen wird unter schwerem Polizeiaufgebot zu seiner ersten Anhörung gebracht.

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